Hairound the World

In 90 Tagen um die Welt ... Das ist das Motto ! 

 

Und je nachdem wie es um das liebe Internet steht, werde ich euch hier über diese wunderbare Reise einmal um das Bällchen auf dem Laufenden halten.

 

Gestartet wird von Frankfurt nach Kapstadt!

 

Auf geht's !!!

 

Viel Spaß beim Mit-Entdecken :*

 

Eure Anne

 

PS: Lasst mir / uns doch mal ein paar liebe Grüße und Vorschläge da :).

 

 

29.1.2017

 

Brasilien

 

Tatsächlich sind die 3 Monate schon wieder rum. In 90 Tagen um die Welt ist geschafft und einfach unbeschreiblich. Ich kann sagen, wir vermissen es jetzt schon immer woanders aufzuwachen und einfach in den Tag zu leben. Doch mit viel Inspiration und wahnsinnig gut erholt kann ich jetzt ins neue Jahr starten und euch und eure Köpfe wieder glücklich machen.

Natürlich möchte ich euch unseren kleinen Brasilienaufenthalt nicht vorenthalten. Wir sind hier wirklich „nur“ in Rio de Janeiro gewesen. Das habe wir aber um so mehr genossen.

Doch wie sind wir dahin gekommen?

Von Puerto Iguazu haben wir den Bus nach Foz de Iguacu (Brasilien) genommen. Wir wollten uns erst noch das Städtchen etwas anschauen und dann in den Bus zum Flughafen setzen. Gut, dass wir einen sehr frühen Bus am Morgen genommen haben, denn der Grenzübertritt ist etwas anders, als wenn man nur für einen Tag an die brasilianischen Wasserfälle fährt. Wir mussten wie alle anderen raus aus dem Bus und über die argentinische Grenzseite gehen, dann wieder in den Bus. Alles wie gewohnt, nur das der Bus ist super voll. Auf der brasilianischen Seite müssen nur die Touristen aussteigen und der Bus fährt weiter. Wie jetzt der Bus fährt weiter?! Ja, wir stehen an der Grenze und lassen uns unseren Stempel geben, doch natürlich wartet ein öffentlicher Bus nicht bis man sich die Schlange an der Passkontrolle hinter sich gelassen hat. Also heißt es auf den nächsten Bus warten. Wir sitzen also 45 Minuten an der Grenze und hoffen, dass im nächsten Bus überhaupt Platz ist, damit wir uns dazu quetschen können. Ansonsten heißt es wieder warten. Tatsächlich hat der folgende Bus aber doch Platz für uns und wir können unsere Fahrt nach Foz fortsetzen.

In dem Moment, wie wir durch Foz fahren, bemerken wir, hier gibt es wahrlich nicht viel zu sehen. Mit großem Gepäck laufen wir ein paar Blocks auf und ab, dann organisieren wir uns am Busbahnhof Fahrkarten zum Flughafen. Sicher eingecheckt und ohne Gepäck, wartet es sich doch so viel entspannter.

Der Flug ist kurz und mit GOL super günstig. Beim Buchen haben wir schon Angst tief in die Tasche greifen zu müssen, doch tatsächlich… für 110 Euro pro Person machen wir das Schnäppchen des Jahres.

In Rio de Janeiro wartet purer Luxus auf uns. Wir haben das Glück bei Bekannten etwas außerhalb der City unterzukommen und somit direkten Zugang zu einem wunderbaren und sauberen Strand zu haben.

Kulinarisch werden wir voll verpflegt und die gerade noch geschmolzenen Kilos sind sofort wieder drauf.

Naja, zum Abschluss von 3 einzigartigen Monaten kann man sich ja auch mal was gönnen :).

Was sollte man in Rio aber alles gemacht haben?

  1. Einen Caipi trinken! Oh mein Gott, die sind wirklich unvergleichlich zu denen die in Deutschland serviert werden. Auch die Varianten mit Zitrone oder Wodka sind zu empfehlen. Also Prost und auf das schöne Leben!
  2. Auf den Zuckerhut fahren! Hier gibt es eine Gondel, die euch erst aus der Stadt auf den ersten Berg Morro da Urca befördert und von dort direkt auf den Zuckerhut. Kleine Spaziergänge sind möglich oder man genießt ein Getränk in der Bar. Wir können uns einfach nicht am Ausblick satt sehen. Man kann von hier fast ganz Rio überblicken und dem Christo auf der anderen Seite winken. Auch sind Helikopterflüge von hier oben über die gesamte Stadt möglich. Der Preis ist mit 76 R$ nicht ganz preiswert aber es lohnt sich auf jeden Fall.
  3. Christo der Erlöser! Mit ausgebreiteten Armen wacht dieses Kunstwerk über die Stadt und ist natürlich eine der Hauptattraktionen. Jeder versucht ein besonders tolles Selfie zu bekommen, am Ende sehen sie alle gleich deppert aus :). Von hier oben realisiert man nochmals die Dimensionen von dieser gigantisch großen Stadt! Zum Christo gelangt man auf verschiedene Arten. Variante 1 —> Mit einer Bergbahn, welche mit 74 R$ wirklich nicht ihren Preis wert ist. Für Bahnliebhaber ist diese super langsame Variante sicher toll, wer einfach nur Christo sehen möchte ist hier falsch. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten, wenn alles gut geht. Am besten Kauft man das Ticket online und ist zur gebuchten Zeit vor Ort. Direkt an der Bahn kann nur mit Kreditkarte gezahlt werden und dann wartet man ewig bis man einsteigen darf (immer nur zur Zeit auf dem Ticket). Variante 2 ist da doch entspannter. Man lässt sich einfach mit dem Taxi hoch fahren und läuft den Rest. Das ist günstiger, schneller und man hat gleich noch ein wenig Bewegung in den Tag gebracht. Variante 3 ist ein Kleinbus. Diese Busse bucht man am besten direkt an der Touristeninformationen und ist pünktlich am Abholungsort.
  4. Copacabana —> Ja klar, an der Copacabana bei den Reichen und Schönen muss man auch mal gewesen sein. Vorbei laufen hat uns gereicht, denn das Wasser hier ist wirklich nicht sauber und der Strand nicht nur überfüllt, sondern auch übermüllt. Trotzdem gehört es zum Lebensgefühl in Rio und steht deswegen auch auf der To-Do-Liste. Da ist Ipanema schon sehenswerter, hier sind weniger Touris und man hat nicht das Gefühl auf den totalen Nap reinzufallen.

Tja und das war’s für uns auch. Die restliche Zeit haben wir an unserem Geheimstrand :P im Wasser verbracht und Kokosnüsse getrunken. Mit Sicherheit der beste Reiseabschluss, den wir uns vorstellen konnten.

Am letzten Tag stehen uns die Tränen in den Augen. Auf der einen Seite ist es so schön zu Reisen und all diese Sachen ohne jede Verpflichtung erleben zu dürfen, auf der anderen Seite ist es auch schön mal wieder heim zu kommen, Familie zu sehen und ja sogar mal zu arbeiten.

Diese Erlebnis nimmt uns keiner mehr. All diese Eindrücke werden uns unser ganzes Leben begleiten und wir hoffen vielleicht Runde 2 auch noch machen zu können.

Jetzt erstmal heim und auf in die Planung.

 

Bye Bye Rio

Bye Bye Weltreise

 

Ich werde jede Minute vermissen :)

 

23.1.2017 

 

Argentinien 

 

 

Das Abenteuer Südamerika geht weiter! 

Doch bevor wir überhaupt nach Argentinien abheben können, gibt es zum ersten Mal Probleme am Flughafen. Gott sei Dank sind wir immer überpünktlich dort, denn ich habe chronische Panik vorm Zuspätkommen :). Wir versuchen entspannt am Self-check-in unser Ticket zu drucken... funktioniert nicht. Also versuchen wir es am Schalter von Sky, denn die stehen auf unserer Buchung als Partner von United. Nach längerer Wartezeit endlich die Antwort: "Sie sind nicht mehr auf diesen Flug gebucht. Bitte entschuldigen Sie, wir können Ihnen nicht weiter helfen." Waaaas?!? Das kann nicht sein. Ich stelle mich also in die 2-Stunden-Schlange zum Drop-off an und hoffe. Doch auch vorne angelangt, nichts zu machen, wir fliegen hier nicht mit. Mittlerweile sind es nur noch 30 Minuten bis zum Abflug. Keine Info-Dame kann uns helfen, die Arbeitsmoral ist auch nicht gerade die höchste und die Englischkenntnisse sind entsprechend. Ein Notplan ist gefragt um an die nötigen Infos zu gelangen. Drei Mal tief einatmen und los geht's ... Heulen und Drama sind angesagt. Und huch... Da ist die versteckte Info. "Probieren Sie es mal bei AirCanada, die sind auch Partner von United." Gut, dass heulende Mädels in so temperamentvollen Ländern vorgelassen werden. Dank zwei wunderbaren Frauen und zwei wirklich freundlichen Check-In Damen finden wir endlich kurz vor knapp noch die richtige Airline. Wahnsinn! Jetzt nur noch durch die Passkontrolle und die wenigen Sicherheitsmaßnahmen. 5 Minuten vor geplantem Abflug erreichen wir das Gate, zu früh :D. Wir warten noch weitere 15 Minuten bis wir endlich das Flugzeug betreten. Puhhhh, geschafft. Das reicht dann auch mit Aufregung für den Rest der Reise.

Ganz entspannt erreichen wir Buenos Aires und sind gespannt was Argentinien für uns zu bieten hat.

Auf jeden Fall kümmern sich unsere Gastgeber mehr als perfekt um uns. Wir kommen bei einer wunderbaren Großfamilie unter und werden vom Verwandten meines Reisepartners umsorgt. Es fehlt uns definitiv an nichts. Was man also festhalten kann ... Argentinier sind großherzig und gastfreundlich, einfach Menschen zum lieb haben.

Buenos Aires erkunden wir mit dem Auto aber auch mit einer Bustour, die sich hier wirklich lohnt. Wichtig ist morgens rechtzeitig zu starten um ab und zu mal aussteigen zu können und  die Atmosphäre der Stadt zu spüren. Es gibt so viel zu sehen und zu erleben. 

Unsere Highlights :

La Bocca --> Das farbenprächtige Viertel ist Heimat des Tangos und des argentinischen Fußballs.

Hafenviertel Puerto Madero --> Das ganz neu angelegte Viertel erinnert leicht an die Hamburger Speicherstadt. Kulinarisch gibt's hier einiges zu erleben und die Tangobrücke, als Wahrzeichen des als Weltkulturerbe ernannten Tanzes, muss natürlich auch besichtigt werden.

Kathedrale --> Die Einstige Wirkungsstette von Papst Franziskus.

Rio de la Plata --> Der breiteste Fluss der Welt bildet hier die Grenze zwischen Argentinien und Uruguay und sieht mehr wie ein großer See oder sogar wie ein Meer aus :).

Buchladen in einem alten Theather --> Ich hab keine Ahnung wo er ist, lasst euch einfach dort absetzen, jeder weiß wo ihr hin wollt!

Streetart --> Die gibt es wirklich an jeder Ecke :).

Buenos Aires erinnert an vielen Ecken an eine europäische Stadt. Die einen sagen Paris wegen der Architektur, die anderen Barcelona wegen der vielen mit großen Bäumen gesäumten Straßen. Das Flair dieser Stadt ist auf jeden Fall einzigartig! 

Einen der vielen sonnigen Tage nutzen wir um in den nahegelegenen Ort Tigre zu fahren. Hier machen wir eine 1-stündige Flussfahrt und genießen die Aussicht.

Wer mal Ruhe und Abstand vom Stadttrubel braucht ist dort genau richtig.

Nach 4 Tagen geht es für uns weiter nach Puerto Iguazu. Doch wie kommt man da am besten hin? Geplant war eigentlich eine Busfahrt. Diese dauert von Buenos Aires bis nach Puerto Iguazu ungefähr 17 Stunden. Es gibt normale Sitze oder auch Liegesitze, hier lohnt es sich auf jeden Fall etwas mehr Geld auszugeben und mit ca. 100€ pro Person zu rechnen. Wir überlegen lange, ob wir wirklich nochmal Bus fahren möchten und entschließen uns erstmal das Internet nach einem günstigen Flug zu durchforsten. Die Bequemlichkeit siegt und wir buchen Flüge für 200€ pro Person nur zwei Tage vor Abflug. Jackpot!

Am Flughafen von Puerto Iguazu erwartet uns sehr feuchtes und heißes Klima. Wir haben uns das erste Mal nicht über die öffentlichen Verkehrsmittel kundig gemacht und stehen nun etwas verloren herum. Als wir die Busstation entdecken ist es schon zu spät, der Bus kommt erst in zwei Stunden wieder. Also ab ins Taxi! Wir finden noch zwei Italiener mit dem gleichen Ziel und schon halbiert sich der Preis. So gelangen wir bequem für den Preis des Busses in die Stadt und direkt vors Hotel. Achtung: Am Ortseingang wird jeder Besucher nochmal zum Geldbeutel gebeten um einmalig Eintritt (eine Art Kurtaxe) für die Stadt zu zahlen!

Das Städtchen ist direkt am Dreiländereck zu Brasilien und Paraguay gelegen. Man kann dort auch super hin spazieren und abends ein Bierchen genießen. In der Avenue Brazil lohnt es sich abends günstig und landestypisch essen zu gehen (einziger Nachteil, viele bettelnde Kinder) und in den kleinen Supermärkten gibt es alles was das Herz sonst so begehrt. Unser Lieblingsorte am Abend für eine Flasche Wein (aus dem Supermarkt :P) war der zentrale Platz im Ort. Hier findet das Leben bis spät in die Nacht statt. Kinder spielen ausgelassen und die Älteren treffen sich auf einen Plausch, während überall kleine Stände zum Souvenirkauf anregen.

Wer in der Nähe der Iguazu Fälle übernachten möchte, hat die Wahl zwischen Puerto auf der argentinischen Seite und Foz de Iguacu auf der anderen. Da Foz alles, nur nicht sehenswert ist, würde ich jedem empfehlen auf der argentinischen Seite zu bleiben und mit dem Bus einen Ausflug zur brasilianischen Seite der Wasserfälle zu unternehmen. 

Um die Wasserfälle zu besichtigen gibt es immer die Möglichkeit mit dem öffentlichen Bus zu fahren. Achtung: Wer nach Brasilien will muss über die Grenze! Also Pass nicht vergessen! Ansonsten ist das wirklich unkompliziert, einfach aussteigen,stempeln, einsteigen, selbes Prozedere an beiden Stationen und fertig. Die Buspreise sind super human. Für Hin- und Rückfahrt auf der argentinischen Seite zahlt man 130 CLP und zur brasilianischen Seite hin und zurück 80 CLP. Wer nur nach Foz möchte, muss 20 CLP berappen.

Die Wasserfälle in Iguazu gehören zu den sieben Naturweltwundern und sind stets stark besucht. Für beide Seiten würde ich empfehlen starke Nerven, Bargeld und was zu trinken dabei zu haben. Natürlich gibt es auch immer einen Geldautomaten und Restaurants, doch essen außerhalb der Essensbereiche lohnt sich, wenn man nicht sehr stark von den heimischen Nasenbären belästigt werden möchte.

Auf der argentinischen Seite kommt man für rund 20€ pro Person sehr nah an die Fälle heran. Die Anlage bietet verschiedene Wege die erkundet werden können. Es lohnt sich mit dem oberen Weg zu beginnen, anschließend den unteren Weg und die Insel St. Martin zu erkunden und erst am späten Nachmittag die kleine Bahn zum Höllenschlund zu nehmen. Denn dann ist dort auch Platz und man muss nicht anstehen. Wer jetzt noch nicht genug hat, geht den oberen Weg nochmal und wird von wunderbaren Regenbögen vor den Wasserfällen überrascht. Natürlich gibt es auch geführte Touren und Bootsfahrten ganz nah an die Fälle heran, diese können optional gebucht werden. Achtung! Nur Bargeld! Neben den fantastischen Eindrücken, die einem die Wasserfälle verschaffen, lohnt es sich die Augen nach den heimischen Tierarten offen zu halten. Schildkröten, Krokodile, Nasenbären, Schmetterlinge, Vögel, Affen und vieles mehr gibt es zu entdecken. Wer sich sein Ticket nach dem Besuch abstempeln lässt kann am nächsten Tag für den halben Preis wiederkommen. Für uns haben 6 Stunden vollkommen ausgereicht.

Auf der brasilianischen Seite benötigt man theoretisch nicht so viel Zeit, trotzdem ist vor allem die Fahrt und die Grenzüberquerung zeitfressend. Die Tickets für ca. 19€ p.P. kann man sowohl am Schalter (anstehen), im Internet oder am separaten Kreditkartenschalter (kein Anstehen) erwerben. Danach stellt man sich in die laaaaaange Schlange für den Bustransport zu den Wasserfällen im Nationalpark. Auch hier kann man sämtliche Bootstouren und Safaris zusätzlich buchen. Ein Wanderweg führt einen dann im Gänsemarsch mit Hunderten anderen Touris an der Panoramasicht der Fälle vorbei. Die Aussicht ist gigantisch und ja es lohnt sich auch diese Seite zu besichtigen, auch wenn der Andrang mehr als nervig ist. Auf einer Plattform kann man dann von unten in den Höllenschlund sehen. Die Gewalt, die das Wasser hier hat ist unbeschreiblich und hypnotisierend. Auf verschiedenen kleinen Plattformen kann dann noch das wichtige Instagrambild gemacht werden und schwups ist man auch schon wieder an der Haltestelle für den Bus. Die Tour im Nationalpark dauert vielleicht 1,5-2 Stunden, der gesamte Trip von Argentinien aus um die 6 Stunden. Wer in Brasilien übernachtet, dem rate ich erst am späten Nachmittag zu den Wasserfällen zu fahren und ganz ohne Andrang den tollen Ausblick zu genießen.

Zu guter Letzt möchte ich noch zum wirklich Wichtigen kommen, dem Essen :). Ja es stimmt, Argentinien hat super gutes Rindfleisch! Es heißt also jede Variante zu jeder sich bietenden Möglichkeit ausprobieren. Zum Nachtisch geht's dann entweder gesund weiter, mit köstlichen Obstsorten, die ich noch nie so geschmackvoll erlebt habe, oder mit Eis. Die Argentinier feiern sich auf ihr Eis. Am eigenen Leib durften wir auch eine ganz besondere Spezialität ausprobieren. Hierfür wird eine fruchtige Variante in die Waffel gefüllt, darüber kommt eine cremige Sorte (Dulce de Leche, Bananasplit, etc.). Diese obere Kugel wird über Kopf in die Länge gezogen. Mit einer bestimmt 30 cm langen Spitze versehen, wird das Eis nun in Schokoglasur getunkt und erneut gefroren. Es ist ein regelrechtes Wettessen gegen das schnelle Schmelzen des Eis. Super lecker, aber Hunger und Durchhaltevermögen sollte man dafür definitiv mitbringen. Achtung: Zuckerschock möglich :).

Das Getränk was für die Argentinier immer dazu gehört ist ihr frischer Mate Tee. Hierfür wird eine Hand voll Kräuter in eine spezielle Tasse gestopft, dazu kommt ein Trinkhalm mit einem Sieb. Nun gießt man immer wieder frisches heißes Wasser darüber und trinkt direkt. Tatsächlich ist sowohl der Pot als auch die überdimensional große Thermoskanne immer dabei. Was bei den Temperaturen irgendwie skurril ist. Wer es gerne unkompliziert mag, trinkt Mate Consido. Hierfür werden die Kräuter in einem Topf mit Wasser zu Tee aufgekocht und anschließend wird das Gebräu heiß oder kalt, wahlweise mit Milch getrunken. Das perfekte Frühstück ist Mate Consido mit Milch in das eine Art Bisquit getunkt wird.

Von Foz de Iguazu geht's für uns in Basilien zu unserer letzten Station auf dieser wunderbaren Reise. Ein Eintrag wartet also noch auf euch :).

 

Viel Spaß dabei und bis ganz bald Argentinien :*

 

 

15.1.2017

 

Chile 

 

Huch, wir sind ja schon mitten im letzten Monat unserer Reise. Wahnsinn wie schnell jetzt alles geht und die Ereignisse nur so an einem vorbeifliegen. Kapstadt scheint schon so weit weg und doch fühlt sich die Reisezeit kurz an. Ganz komisches Gefühl.
Für unseren nächsten Stop in Chile, bzw. erstmal in der Atacama Wüste, haben wir einen ganz schön langen Trip vor uns.
Zumal wir auch noch in meinen Geburtstag reinfliegen und den Rest des Tages am Flughafen und weiter im Flugzeug verbringen. Ganz schön traurig eigentlich, doch ich werde mit einer ganz besonderes Landschaft und einen guten Abendessen besänftigt. 
Insgesamt sind wir über 24 Stunden unterwegs um von Salt Lake City über Houston nach Santiago de Chile und anschließend in die Atacama Wüste zu kommen.
Dank Reisepartner, welcher die Flugbegleitung ordentlich genervt hat, bekommen wir während des langen Flugs sogar ein extra Gläschen Champagner zum Anstoßen. Der lässt einen zumindest gut schlafen :).
In Calama treten wie aus dem Flughafen und werden von der Temperatur erschlagen ... Mal ganz schnell 50 Grad Celsius Unterschied zu Salt Lake! Das muss der Körper auch mögen.
Um vom Flughafen nach San Pedro de Atacama zu kommen haben wir uns, auf Grund vieler Empfehlungen, einen Transfer vorgebucht. Für Hin- und Rücktransport haben wir zusammen dann um die 60€ gezahlt. Das Schöne daran ist, man kommt am Flughafen an und direkt nach der Gepäckausgabe stehen die netten Herren und Damen und führen einen nach dem Bezahlen zum Auto. Man wird direkt an der Unterkunft rausgeworfen und am Tag des Abflugs wird man hier ganz einfach wieder eingeladen. Ja, wir sind echt mal bequem gewesen, das kam ja nicht so oft vor bis jetzt. Doch wenn man den Aufwand, die Zeit und den ähnlichen Betrag anschaut, der entsteht wenn man erst mit dem Taxi nach Calama reinfährt um dann den sehr unzuverlässigen Bus nach San Pedro zu bekommen, kann man sich das bisschen Luxus auch mal gönnen.
Übernachten in San Pedro ist in wirklich allen Preisklassen möglich. Wir haben uns für ein günstiges Hostel (Rey Lagarto) und Mehrbettzimmer entschieden. Hier konnten wir auch die Küche nutzen und zwischendurch mal in den Hängematten dösen. Natürlich gibt es auch Hotels im Ort, dann auch mit Pool und allem Drum und Dran. 
Die im Hostel angebotenen Touren haben wir nur zur Inspiration genutzt und dann ähnliche Touren für wesentlich weniger Geld in der Stadt gebucht. In den sandigen Gassen reihen sich die Reisebüros aneinander und man kann prima vergleichen. 
Unsere erste Tour geht ins Moonvalley und startet am Nachmittag gegen vier. Mit dem Bus und einigen anderen geht es in den nahegelegenen Nationalpark. Es werden Salzfelsen erklommen, Höhlen erforscht und dabei jede Menge Köpfe angestoßen. Wir sehen eine gigantische und wunderschöne Sanddüne und salzverkrustete, wie mit Schneereif bedeckte, Felsformationen um am Ende dann einen Sonnenuntergang mit Blick über diese gewaltige Landschaft erleben zu dürfen. Die 10.000 ARS sind mehr als gut angelegt. Am Abend muss man sich zwischen Restaurant oder Imbiss und zwischen Wein oder Pisco entscheiden. Egal wie, man kann hierbei keinen Fehler machen. Am nächsten Morgen geht es früh raus. Heute führt uns ein Ganztagestrip für 32.000 ARS zu den Piedras Rojas (den roten Felsen) und einigem mehr. Frühstück und Lunch sind einfach aber inkludiert und unser Guide spricht sogar Deutsch. Durch die große Salzwüste geht es zum Salzsee an dem wir Flamingos in ihrem eleganten Flug bestaunen. Anschließend, mit einer holprigen Fahrt, erreichen wir die Roten Felsen. Im Hintergrund Vulkane und schneebedeckte Gipfel, davor ein türkisblauer See umgeben von rostroten Felsen. Die Farbkontraste sind Wahnsinn und man kann sich gar nicht satt daran sehen. Natürlich dürfen die üblichen Touribilder und Instagramposen nicht fehlen :), wenn man die Chance bekommt "alleine" auf dem Foto zu sein.
Von hier aus zieht es uns weiter zu zwei weiteren Seen und anderen Tieren, den Alpakas. Diese schlendern oder flitzen wild hin und her und lassen sich entspannt fotografieren. 
Funfact: Alpakas nutzen gemeinsam die gleiche Stelle für ihre Notdurft, was als schwarzer Fleck in der sonst so hellen Landschaft auch sehr gut erkennbar ist :).
Pünktlich zum Abendessen ist man dann auch wieder in der Stadt und kann sich erneut zwischen der Vielzahl an Restaurants entscheiden.  
Es gibt noch viele viele andere Touren, z.B. zu Quellen in denen man baden kann, doch wir schaffen leider nur die zwei bevor unsere Zeit in der Atacamawüste vorbei ist. Ganz besonders toll sollen die nächtlichen Ausflüge zum Sterne gucken sein. In den Genuss kommen wir leider nicht, denn es ist Vollmond und man sieht kaum einen Stern.
San Pedro selbst ist ein nettes kleines Städtchen, mit seinem ganz eigenen Flair und Lebensgeschwindigkeit. Es tummeln sich viele Straßenhunde herum, doch die sind alle harmlos und suchen nur die Nähe wenn man sich mit etwas zu Essen auf den zentralen Platz setzt. In der ganzen Stadt gibt es ganze drei Geldautomaten, zwei davon in Apotheken, und es muss fast überall bar gezahlt werden. 
Für uns ist die Atacamawüste eine der beeindruckendsten Landschaften auf unserer Reise und wir sind froh, dass wir diesen Stopp auf unsere Reiseliste aufgenommen haben. 
Vom kleinen Flughafen in Calama geht es für uns weiter zur zweiten Adresse in Chile: Santiago.
Frisch gelandet geht es auch direkt zum Bus. Der Centropuerto Bus bringt einen super in die Stadt und wieder zurück für zusammen 3.000 ARS. Er hält an diversen Metro-Haltestelle, so dass man mit dem öffentlichen Verkehrsnetz immer die perfekte Anbindung findet.
Die U-Bahn an sich ist sehr einfach, so dass man sich schnell zurecht findet. Tickets werden direkt am Schalter in den Stationen gekauft.
Bevor man Santiago de Chile besucht, sollte man sich kundig machen welche Viertel sicher sind, um keine bösen Überraschungen in der Unterkunft oder auf der Straße zu erleben. Grundsätzlich gilt, keine Wertsachen bei sich haben oder präsent herum tragen. Wir haben das mit einer Bauchtasche unter den Klamotten gelöst. Tatsächlich werden wir auf der stark belebten Einkaufsstraße sogar Zeuge eines Diebstahls. Ein Paar ist zusammen unterwegs und klaut einem Fußgänger das Handy im Gehen direkt aus der Hand. Er bemerkt es und verlangt seinen Besitz zurück, wird dabei völlig entsetzt von den Tätern angeschaut. Nachdem sie das Handy zurück gegeben haben, schauen sie sich einfach nach den nächsten Opfern um. Keine Polizei, keine Flucht, einfach nur Dreistigkeit.
Die Stadt an sich wird von ihren Bewohnern als unspektakulär beschrieben, doch wir finden Sie trotzdem schön. Die Innenstadt ist relativ fix abgelaufen, somit lohnt sich hier die völlig überteuerte Bustour auf gar keinen Fall. Must-See ist der Placa de las Armas mit seiner Kathedrale und der Berg San Lucia, auf den man toll spazieren kann um anschließend einen wunderbaren Ausblick über die gesamte Stadt zu haben. Die Anden ragen direkt hinter der Stadt auf und lassen die Häuser richtig klein wirken.
Wer in Santiago essen geht, sollte sich auf jeden Fall mal das neue Trendgewürz in Chile bestellen. Mercen ist geräucherter Chilli, der über die fertigen Gerichte gestreut wird und dadurch sein rauchiges Aroma entfaltet. Und auch beim Trinken haben die Chilenen ihre Eigenheiten. Mal vom gehaltvollen chilenischen Wein abgesehen, wird Pisco hier richtig gefeiert.
Pisco ist ein Traubenschnaps, der eigentlich seinen Ursprung in Peru hat. Deswegen wird einem das wunderbare Mischgetränk Pisco Sour (mit Eiweiß, Zitrone, eventuell Zuckersirup) auch in zwei Varianten angeboten. Ich empfehle erst den chilenischen zu bestellen, man macht sich Freunde damit :), dieser ist sauer und kommt einem Caipi sehr nahe. Die peruanische Variante ist intensiver und hat mehr Geschmack --> mein klarer Favorit :). 
Wenn man mit den Chilenen ins Gespräch kommt, bemerkt man schnell ihren Nationalstolz und ihre fleißige Art. Sie beschreiben sich selbst auch sehr gerne als die Deutschen Südamerikas :).  Und auch wenn Santiago eine süße Stadt ist, behalten sie auf jeden Fall Recht mit der Behauptung, dass Chile zwar nette Städte hat, aber durch seine Landschaft glänzt.
Wirklich Schade finden wir deswegen, dass wir es nicht nach Patagonien geschafft haben. Doch irgendwas muss für die nächste Runde ja noch übrig bleiben. :)
Und damit ist es auch schon gesagt, Chile sieht mich wieder! 

 

Für uns geht es weiter durch Südamerika...

 

Argentinien wartet schon!

 

Bis bald :*

10.1.2017 

 

  

Salt Lake City 

 

Auf ins Kontrastprogramm! Nachdem wir jetzt so lange Wärme um uns hatten, wird es Zeit für eine Abkühlung. Und zwar richtig kühl, besser gesagt EISKALT!!!
Nach einem super langen aber guten Flug steigen wir in Los Angeles ins Flugzeug nach Salt Lake City und sind uns nicht mehr ganz so sicher, ob das wirklich die richtige Entscheidung war. Wirklich... kalt, jetzt? Echt?
Jetzt lässt sich eh nichts mehr ändern, also rein ins Abenteuer und auf zu noch mehr Fast Food.
In Salt Lake City hat es gerade frisch geschneit und es ist verschobener Feiertag am 2.1., die Straßen sind geräumt, die Gehwege eher nicht, aber das ist egal, denn eigentlich geht ja keiner zu Fuß. Am Flughafen plagen wir uns mit der Frage Uber, Lyft (ähnliches System wie Uber - gelegentlich günstiger - auf Promotion Codes im Internet achten) oder Öffis?
Da die Trax (S-bahn) direkt am Flughafen hält, nutzen wir sie für einen günstigen Preis um in die Stadt zu kommen. Tatsächlich müssen wir nicht mal umsteigen um in die Nähe unseres Airbnb zu gelangen. Am Ballpark steigen wir aus und stapfen in Richtung zu Hause für die nächsten Tage. 
Natürlich sind unsere Schuhe super nass, aber der Blick auf die Berge, die sich hinter der Stadt auftürmen bei strahlendem Sonnenschein, entschädigt.
Unser Airbnb ist super kuschelig und wir könnendes erstmal ein wenig aufwärmen und beraten wie wir uns weiter organisieren. Es gilt schließlich bald einen Skipass zu kaufen, Ski auszuleihen und irgendwie herauszufinden wie wir am besten in die Skigebiete kommen.
Jeder empfiehlt uns ein Auto zu mieten, doch wir sind ja auf Sparkurs. Da muss es doch eine Lösung geben. Wir machen uns zu Fuß auf in die Stadt und bekommen ein paar Antworten im Tourist Center.
Völlig organisiert und mit wärmeren Schuhen (-20 Grad!!!) ausgestattet kehren wir wieder heim. Die kommenden vier Tage werden wir die nahe gelegenen Skigebiete besuchen und im Anschluss haben wir zwei Tage zum Shoppen, Sightseeing und Relaxen.
Also wo soll ich anfangen? 
Ich starte mal mit Transportmitteln:
Natürlich ist es einfach sich ein Auto zu mieten und die gesamte Gegend einfach abzufahren. Jedes Ski Gebiet kann so erreicht werden und man ist nicht auf Abfahrtszeiten von Bussen angewiesen. Die Parkplätze in den Skigebieten sind kostenlos und man kann so einfach eine gesamte Ausrüstung ausleihen und im Auto transportieren. Für diese Variante empfehle ich wirklich in Salt Lake Downtown die Ski zu leihen, zum Beispiel bei Ski'n'See, die auch Special offers für Superskipassbesitzer bieten.
Da wir uns gegen ein Auto entschieden haben, sind wir auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Diese sind in Salt Lake City so super ausgebaut, dass man einfach von A nach B kommt, eher ungewöhnlich für die USA. Pläne gibt es an jeder Station und auf der Website. Jede Trax Station hat Busanbindungen, so dass man gut durch die Stadt und auch zum Flughafen kommt.
Wer nicht viel Zeit hat, sich eine Automiete also nicht lohnt, aber trotzdem keine Lust auf Busfahren hat, kann auch mit Uber oder Lyft recht günstig ins Skigebiet fahren.

Die Skigebiete:
Wir haben nur die 4 nahegelegenen Skigebiete Alta, Snowbird, Brighton und Solitude besuchen können, es gibt in der Nähe noch einige mehr, die sich auch lohnen sollen. Unseren Ski Pass, den neuen Super Pass, haben wir einfach über die Website gekauft. Mit dem elektronischen Voucher geht man dann zur Liftstation und lässt sich einen Skipass ausstellen. Der Pass ist so aufgeteilt, dass man jeweils 14 Tage Zeit hat, ab dem ersten Benutzen, um die Skitage einzulösen. Wir hatten zum Beispiel 4 in 14 Tagen. So kann man locker auch mal eine Pause einlegen. Inkludiert in den Preis sind auch die öffentlichen Verkehrsmittel für die gesamten 14 Tage. Leider kann man nur ein Skigebiet am Tag befahren, doch das reicht vollkommen aus (gilt nicht für Brighton und Solitude - diese kann man an einem Tag gemeinsam befahren, es macht auch nur hier wirklich Sinn). Zusätzlich bekommt man, wie erwähnt, Rabatte beim Ausleihen im Skigebiet mit dem Super Pass. Wir haben jeden Tag neues Equipment ausgeliehen um jegliches Schleppen durch die Stadt zu vermeiden. Beim Ausleihen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Regular ist günstiger aber auch ein eher ungeeigneterer Ski. Manchmal bekommt man Rocker vom letzten Jahr (was super ist), manchmal einen Carving Ski bei dem man aufpassen muss ob er überhaupt gewachst ist. Demo Ski sind immer hochwertige und neue Rockerski, die durch ihre extra Breite einen guten Auftrieb im Tiefschnee geben. Mein Tipp: Wenn es frischen Schnee gab, unbedingt Demo Ski leihen und genießen! Der Schnee in Salt Lake City ist etwas ganz Besonderes, da er zur Nähe des Salzsees sehr trocken ist und man auch bei kniehohem Schnee flockig durchfahren kann. Einfach fantastisch!!! Ach ja, wer die Möglichkeit hat bringt seinen eigenen Helm oder sogar Schuhe (Schuhtasche geht im Handgepäck) einfach mit und quält sich nicht. Zumal der Helm immer extra kostet und die Schuhe teilweise nicht so toll sind. In den Restaurants und Stationen ist mitgebrachtes Essen geduldet, die dort verkauften Mahlzeiten sind aber auch nicht teuer. Cool ist, dass man sich einfach an Ketchup, Mayo und Co bedienen kann. Super zu empfehlen ist eine heiße Schoki zum warm werden bei den unglaublich frostigen Temperaturen.
Ich gebe euch einfach eine kurze Zusammenfassung für die Skigebiete:
Alta--> Ist komplett snowboarderfrei, denn es ist hier ganz einfach verboten. Die Pisten sind nicht unbedingt frisch planiert, dafür gibt es viel Tiefschneevergnügen. Das Gebiet ist das zweitgrößte der vier und man kann sich super den ganzen Tag beschäftigen. Der Skiverleih hier war super freundlich und die Preise fair. Außerdem waren die Pisten recht leer, auch wenn man sich eh nicht groß auf diesen bewegt.
Snowbird --> Ist das größte der vier Gebiete und bietet viele Pisten aber auch Unmengen an Kombinationsmöglichkeiten abseits der Piste. Der Skiverleih ist hier leider super teuer, dafür aber qualitativ der Hochwertigste.
Brighton --> Ist etwas kleiner aber super gemütlich. Man kann durch den Wald fahren und das auch auf flachen Strecken. Für Einsteiger oder Kinder super geeignet. Der Skiverleih war hier zwar günstig doch die Qualität miserabel.
Solitude --> Ist das kleinste und bei Einheimischen beliebteste Skigebiet. Hier ist für jeden was geboten, ob Tiefschnee, planierte Pisten oder Kurvenfahrten im Wald, hier hat man einfach Spaß und es ist wenig los. Der Verleih was super, wenn auch nicht gerade freundlich. Regular reicht hier komplett aus, da es der Demo Ski von der letzten Saison ist.
Die Pisten sind an sich etwas anders gekennzeichnet als in Europa. Grüne Pisten sind für Anfänger, blaue Pisten für eher Fortgeschrittene (rot in Europa), Diamonds sind anspruchsvoll (schwarz und Skirouten) und Double Diamonds sind schon sehr steil, teilweise mit Cliffarea. Wer Ski fahren kann, kann sich entspannt auch in die Double Diamonds trauen. Oft ist nur ein kurzer Abschnitt super steil und man kann überall langsam fahren. Außerdem ist der Schnee schön weich und bremst einen ab. Trotzdem gilt es sich vorher zu erkunden oder die Piste von oben und unten erst zu begutachten. 
Nach dem ganzen Ski fahren, möchte der ein oder andere mal die Stadt besichtigen. Nun ja, sehr sehenswert ist sie nicht, aber es gibt doch das ein oder andere Fleckchen, was man nicht verpassen sollte wenn man schon mal da ist.
Der Tempel Square gehört auf jeden Fall dazu. Über mehr als einen Häuserblock erstreckt sich das Glaubenszentrum der Mormonen mit Tempel, Convention Center, Büros, Museum, Gallerien und vielem mehr. Im Touristeninformationscenter kann man die Entstehung nachvollziehen und die Grundsätze der Religion kennenlernen, sowie den Tempel im Querschnitt begutachten (rein darf man leider nicht). Wer Lust auf mehr Infos hat und Fragen stellen möchte, dem wird ganz fix eine "Sister" an die Seite gestellt. In allen Sprachen kann man sich also durch das Gelände führen lassen und jede Frage stellen, die einem auf der Zunge brennt. Am Ende bekommt man noch das Buch Mormon geschenkt. Ich kann diese Tour nur empfehlen. Im Anschluss erklimmt man den Hügel zum Capitol, welches zur Besichtigung offen steht. Kulturell war's das dann auch schon.
Mit Zeit und Auto sollte man auf jeden Fall einen Ausflug zum Salzsee und in den nahegelegenen Nationalpark antreten. Für alle anderen bietet Salt Lake mit seinen Malls die perfekten Einkaufsmöglichkeiten. 
Und natürlich, wir sind ja in Amerika, darf das Fast Food nicht fehlen. Davon bekommt man hier an jeder Ecke mehr als genug angeboten (Dennys --> super Frühstück; Tacobell --> günstige Tacos; uvm). Unser Burgerherz wurde, etwas außerhalb der Stadtmitte in der Nähe der Haltestelle Ballpark, im "Lucky 13" erhellt. Von Außen ist nicht zu erahnen wie viel Trubel im Inneren herrscht. Klassisch amerikanisch und mega lecker, diese Bar ist wärmstens zu empfehlen. Aber Achtung! Rein kommt nur, wer seinen Ausweis dabei hat und über 21 ist! 

Alles in Allem ist Salt Lake City ein cooler Ort für Ski- oder im Sommer Bike-Begeisterte und für diese auch einen Besuch wert.


Ob ich wieder komme? Sicher! Wenn ich die anderen Skigebiete in den USA und Kanada gesehen habe :P.

 

Für uns geht's weiter in die Wärme --> auf geht's nach Chile!!!

 

Bye Bye Salt Lake  

2.1.2017

 

 Neuseeland 

 

Upps... Da ist auch schon das neue Jahr da. Wahnsinn wie schnell jetzt alles ging. Mittlerweile sind wir ja nun schon seit zwei ganzen Monaten unterwegs und der letzte Monat rennt vor sich hin. Die Weihnachtsfeiertage und Silvester haben wir in Neuseeland verbracht und dort wirklich viele Dinge erleben können, und damit meine ich nicht nur bezahlte Action :). 
Neuseeland selbst konnten wir nicht komplett erkunden, denn dafür reichten unsere 10 geplanten Tage nun wirklich nicht aus. Ich habe mehrfach zu Hause versucht diesen Trip selbstständig durchzuplanen und von beiden Inseln etwas auf den Reiseplan zu setzen, bin jedoch immer wieder gescheitert. Wohl hauptsächlich wegen des Budgets :). Am Ende habe ich es aufgegeben und wir haben uns erst in Byron Bay / Australien wieder darum gekümmert. 
Vor allem ging es darum, was man alles in 10 Tage packen kann ohne komplett im Reisestress zu enden, und auf welcher Insel man diese verbringen möchte.
Zur Auswahl stehen die Nordinsel, gut strukturiert mit viel Action und schnell zu bereisen. Oder die Südinsel, mit ihrer beeindruckenden Berglandschaft und den Fjorden und nochmal mehr Action, für die man aber etwas länger Zeit braucht.
Nun ja, da wir in Auckland landen würden und auch von dort abfliegen werden, müssten wir weiter Flüge auf die Südinsel und zurück buchen plus den Transfer auf der Insel bei super wenig Zeit. Die Entscheidung für die Nordinsel ist also getroffen. Doch wie nun voran kommen? Klar, wir könnten einen Camper oder ein Auto mieten und überall hinfahren. Um in einem so kurzen Zeitraum so aber alles zu sehen, und über alle Möglichkeiten Bescheid zu wissen ist doch recht schwierig. Würden wir mit mehr Zeit nochmal nach Neuseeland kommen, sicher würde die Entscheidung auf ein Auto fallen. Die zweite Möglichkeit bieten verschiedene Busunternehmen an. Die Routen sind vorgegeben und man reserviert einfach den Bus der zur passenden Zeit fährt.
Variante 1 - Kiwi Experience : Hier bucht man eine bestimmte Busroute und kann je nach Reisegeschwindigkeit im Office einen weiterführenden Bus wählen oder bereits alle Daten im Voraus organisieren. Mit Kiwi ist der Busfahrer auch Reiseführer und Organisator. Man bekommt Aktivitäten zu reduzierten Preisen und die erste Nacht an jeder Station ist garantiert, so dass man sich um die Hostelsuche erstmal keine Sorgen machen muss. Gerade in der Hauptsaison wichtig.
Variante 2 - Stray : Läuft ähnlich wie Kiwi, hat aber wohl die älteren Busse. Preislich gibt es minimale Unterschiede in beide Richtungen. Vergleichen lohnt sich.
Variante 3 - Intercity Bus: Hier ist man für sich selbst verantwortlich, es gibt also keinen Reiseführe. Man bucht die Busse auch hier wieder wie gewünscht. Intercity bietet allerdings Flexipässe an, welche nach Stunden abgerechnet werden. Wie viele Stunden benötigt werden kann man einer sehr übersichtlichen Karte entnehmen und so seinen individuellen Trip planen.

Wir haben uns für Kiwi Experience entschieden und nach den Rezessionen, die wir darüber gelesen haben, gebetet, dass wir nicht nur mit betrunkenen Briten im Bus sitzen :). Überraschenderweise waren dann viele Deutsche an Board, gemischt mit wenigen Schweden, Schweizern, Slovenen und Amerikanern. Auch das Alter war gemischt von 18 bis 35 Jahre war alles dabei. Die einzige Tour, die auf unser 10 Tages-Programm gepasst hat, heißt "Northern Round Up" und wir haben bereits aus Byron Bay alle Busse reserviert um ganz sicher am 1.1.2017 wieder in Auckland zu sein. Die Busse sind pünktlich, sauber und verfügen sogar über Wifi (300 MB für 7 Tage). Das Reisen in so einer wechselnden Gruppe bringt Vor- und Nachteile. Man ist nie richtig alleine und wird oft in verschiedene Aktionen reingedrängt, die man vielleicht so nicht machen wollte. Einfach weil die Gruppe oder der Busfahrer einen unter Druck setzt. Auf der anderen Seite lernt man super schnell neue und nette Menschen kennen mit denen man viel Spaß haben kann. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass man, zumindest meistens, weiß wer mit einem auf dem Zimmer im Hostel liegt und so lässt sich die Angst vor Diebstahl etwas minimieren. Wer allerdings das Abgeschiedene sucht ist hier definitiv falsch.
Während der Fahrten werden immer wieder Stopps zum Essen oder spazieren eingelegt. So bekommt man einige tolle Insidertipps zu sehen und sitzt nicht nur den ganzen Tag im Bus, denn mitunter können die Fahrten schon verdammt lang sein. Auch wird die Zeit genutzt um Listen für die Aktivitäten (Bungee, Skydive, etc.) und Übernachtungen auszufüllen, was auf der einen Seite praktisch ist, auf der anderen natürlich die individuellen Pläne durchkreuzen kann, wenn man sich dem Druck hingibt. Wichtig ist, sich vorher selbst auch ein Bild über Angebote und Preise zu machen und sich bewusst zu sein, was man von all dem auch zu Hause wesentlich günstiger machen kann. Tripadvisor hilft :).
An dieser Stelle auch wieder mein Tipp zum Geld abheben, bevor ich auf die einzelnen Stationen eingehe. Wir als Comdirect-Kunden konnten ohne weiter Automatengebühr bei der BNZ und der ASB abheben.
So, nun endlich zum Land selbst und was wir hier alles erleben durften:
Ich starte mal in Auckland. Hier sind wir gelandet und hier fliegen wir wieder weg. Um vom und zum Flughafen zu kommen kann man super den Skybus verwenden. Dieser fährt alle 10 Minuten und braucht ca. 45 Minuten in die Stadt. Ticket einfach online buchen und dadurch sparen. Wer zu Dritt unterwegs ist, kann sich ein Taxi teilen um preislich noch besser wegzukommen - lohnt sich aber wirklich erst ab drei Personen. Auckland selbst ist nicht spektakulär aber ein netter Startpunkt. 1-2 Tage kann man sich hier schon nehmen, um die Stadt ein wenig kennen zulernen. Ein absolutes Muss ist die Hafengegend, welche sich wirklich weit erstreckt und der Park an der Universität mit seinen wunderbaren alten Bäumen. Bei einem Spaziergang durch die Stadt ( ca. 3-4 Stunden) kommt man auch durch die High-Street, die parallel zur Hauptstraße Queensstreet läuft. Hier findet sich viel Kulinarisches und ein schöner Platz zum Chillen unter einem großen Baum. Am Ende der Straße ist ein kleiner Stand für Korean Pancakes. Gefüllte Pancakes  unbedingt probieren - nicht teuer, macht satt und ist lecker - aber sehr fettig. Wer dann einen Nachtisch haben möchte , geht direkt auf die Queenstreet und findet hier einen Eisladen der ganz besonderen Sorte. Jedes Eis ist speziell dekoriert und man kann aus vielen kreativen Waffeln wählen. Für alle Instagramer gibt es sogar einen Selfierahmen fürs Eis. Leider konnten wir zeitlich hier kein solches Wunderwerk genießen, denn Anstehen ist angesagt und das für einen wirklich saftigen Preis. 
In Auckland haben wir zwei Nächte in zwei verschiedenen Hostels verbracht. Das YHA Auckland am oberen Ende der Queensstreet, welches super neu renoviert ist und eine fantastische Küche aufweist und das Nomads (unteres Ende der Queenstreet) mit seiner weniger guten Küche, was dafür aber eine Dachterrasse und günstige 4-Bett-Zimmer hat. Empfehlen kann ich beide.
Mit dem Bus geht es auf zum Hot Water Beach, einem absoluten Must-Do auf der Nordinsel.  Bei Ebbe gräbt man sich mit einer Schaufel einen Pool, welcher dann durch thermische Aktivitäten am Strand mit warmen und sogar heißem Wasser voll läuft. Prima zum planschen und perfekt um Leute kennenzulernen, denn es baut sich wirklich besser im Team. Tipp an der Stelle: Erst eine Mauer gegen die Wellen bauen und dann erst tiefer graben ;). Bei den Hostels in der Gegend des Strands kann die beste Uhrzeit zum Hot Water Pools bauen erfragt werden - hier können auch Schaufeln gegen kleines Geld geliehen werden. Nicht weit vom Hot Water Beach findet man die Cathedral Cove. Eine wunderschöne Felsgrotte, die zu einem "versteckten" Strand führt.
Der nächste Stop ist in Waitamo, einem kleinen Örtchen von dem man eigentlich gar nichts erwartet. Doch genau hier findet man das zweite Must-Do der Nordinsel, die Glühwürmchen-Höhlen. Ja wirklich, die Glühwürmchen hängen an den Wänden der Höhlen und leuchten wie kleine Galaxien in dieser vollkommenen Dunkelheit - phantastisch. Diese besondere Welt kann man auf verschiedene Arten erkunden: Wer trocken bleiben will kann entscheiden zwischen einer Führung, einer Bootsfahrt oder ein wenig Kletteraction. Wer sich traut nass zu werden, kann sich entweder entspannt mit einem Reifen treiben lassen oder bucht die komplette Abseil-Kletter-Schwimm-Action des Black Water Raftings. Dabei verbringt man 5 Stunden in den Höhlen, kann sich über 35 Meter abseilen, springt ins Wasser, klettert in versteckte Höhlenabschnitte und erklimmt unterirdische Wasserfälle. Das war übrigens unsere Wahl und ich kann sie nur empfehlen. Wer im Anschluss die Bilder haben möchte, sollte sich lieber in der Gruppe dazu entscheiden einen USB-Stick zu kaufen und dann die Bilder per Dropbox zu teilen, denn dafür wird auch nochmal ein ordentlicher Preis aufgerufen.
Nach diesem wilden Heiligabend geht es am ersten Weihnachtsfeiertag weiter nach Rotorua. Ein etwas spezieller Ort, der nach schlechten Eiern stinkt. Die Erdkruste ist hier besonders dünn und so sind viele heiße Quellen oder Schlammpools mit dem entsprechenden Geruch nach Schwefel zu finden. Beliebt ist hier das sogenannte Polinesische Spa Erlebnis, bei dem man in diesen Quellen baden geht. Der Geruch hat mich davon abgehalten, aber es soll wohl ganz toll für die Haut sein. Rotorua ist vor allem für "Herr der Ringe" Fans der passende Ausgangspunkt um eine Tour nach Hobbiton zu buchen. Auch wer an der Maori-Kultur interessiert ist, findet hier das Zentrum eben dieser und kann verschiedenen, touristisch völlig überlaufenen, Maori-Veranstaltungen für einen unverschämten Preis beiwohnen. Wir wollten mehr Action und haben uns für das White Water Rafting entschieden. Hier stürzt man drei Wasserfälle in die Tiefe, wobei einer ganze 7 Meter hoch ist (und damit der höchste kommerziell genutzte der Welt - laut Veranstalter), und bekommt gleichzeitig ein wenig über die Geschichte des Flusses und der Maori erzählt. Der Preis ist zwar überhöht, jedoch noch einer der fairsten die wir gesehen haben. Durch unser Hostel "BASE" haben wir einen Deal für 93 NZ$ bekommen, in dem noch eine Pizza und ein Bier inkludiert waren. Bilder kosten im Anschluss natürlich wieder extra. Die Veranstalter raten einem davon ab eine Actioncam (GoPro etc.) mitzunehmen, da diese verloren gehen könnten. Erlaubt war es aber mit einem Brustgurt. Wir sind der Empfehlung nicht gefolgt, da die Tour auch wenig gefährlich war und unseren zwei Cams ist nichts passiert.
Auch Mountainbiker kommen in den weiten Wäldern rund um Rotorua voll uns ganz auf ihre Kosten und so kann man hier ruhig 1-2 Tage verbringen (vorausgesetzt man kommt mit dem Geruch klar :P ).
Nach zwei Nächten im BASE Hostel Rotorua geht's nach Taupo, auch ins BASE. Diese Hostelkette ist vor allem für Partypeople zu empfehlen. Vor allem in Taupo wurden wir hier mehr als um den Schlaf gebracht, als unser Zimmer überbucht wurde und wir in ein Angestelltenzimmer nachts 23.30 Uhr ausweichen mussten. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn nicht gegen halb drei ein furzendes, schnarchendes und redendes Monster im Zimmer aufgetaucht wäre, so dass wir halb fünf auch schon wieder aus dem Zimmer in die Lobby flüchteten, wo wir bis zur Busabfahrt saßen. Taupo kann aber auch anders. Hosteltechnisch überzeugte uns an Silvester das Urban Retreat, welches super leise und entspannt ist. Die Stadt an sich ist eine klassische neuseeländische Kleinstadt, doch sie liegt direkt am Lake Taupo, einem riesigen Kratersee auf einem Supervulkan. Bei gutem Wetter kann man einen schneebedeckten Vulkan auf der gegenüberliegenden Seite sehen und neben ihm Mount Doom (ein klassischer Vulkankegel) oder bei Herr der Ringe Fans besser bekannt als Schicksalsberg. In Taupo gibt es eine Menge zu tun... Skydiving von einer Höhe von 16 500 Fuß (bei gutem Wetter kann man wohl beide Küsten der Nordinsel sehen), Bungeejumping oder auch Schwimmen und Segeln. Sehenswert sind auch die Huka Falls ganz in der Nähe der Stadt. Wer einen der wohl besten Tagestrips weltweit machen möchte muss früh raus. Gegen 5.30 Uhr kann man zum Tongariro Crossing aufbrechen und einen Vulkan zu Fuß überqueren. Wir haben uns hier raus gehalten und an Silvester lieber das schöne Feuerwerk über dem See bestaunt.
Von den hohen Bergen geht es ab ins Tal. Im River Valley, einem individuellen Kiwistop, wohnen wir in einer Lodge. Direkt am Fluß gelegen kann man hier einfach nur chillen oder jede Menge Action machen. Über den Fluß führt ein kleiner Seitzugtransport mit dem man auf die andere Seite gelangt und von den Felsen ins Wasser springen kann. Wem das nicht genug Wasser ist, der kann für einen stattlichen Preis 3 Stunden Wild Water Rafting mit den Jungs von der Lodge buchen und anschließend für saftige 80 NZ$ auch noch die Bilder dazu erstehen. Für diejenigen, die lieber trocken bleiben gibt es einzigartige Reittouren (auch ohne Sattel) durch die grüne Landschaft.
Stadtliebhaber fühlen sich dann in Wellington wieder richtig wohl. Diese Stadt ist wirklich lebenswert. Von hier aus geht die Fähre auf die Südinsel, welche unbedingt im Voraus gebucht werden sollte. Wir nehmen uns einen Tag um die Stadt zu erkunden und sind begeistert. Von einem Aussichtspunkt aus kann man die gesamte Stadt überblicken, am Strand im kristallklaren  Wasser baden oder lieber Mut beweisen und am Hafen vor Publikum vom Sprungturm in ein Hafenbecken springen. Aber man sollte auch ein wenig Kultur machen, Und das fällt hier besonders leicht. Das Te Papa Museum bietet selbst für Nicht-Museumsgänger einige Attraktionen und tolle Ausstellungen (z.B. Erdbebenhaus, größte Qualle der Welt usw.). Das Beste daran? Es ist kostenlos! :)
Auf unserem Trip war wirklich von Allem etwas dabei und das hat ihn wirklich besonders gemacht.
Bevor ich zum Abschluss komme noch ein kleiner Tipp für all die, die ohne Alkohol keinen Urlaub verbringen können :P. Alle Hostels in denen wir waren, sind Dry-Hostels. Das bedeutet es darf kein Alkohol von Draußen mit rein gebracht werden. Wird Alkohol offensichtlich im Zimmer gefunden, kann man einfach rausgeschmissen werden. Natürlich hat das Ganze auch eine nette Doppelmoral, denn in den Bars der Hostels kann man natürlich für entsprechende Preise Alkohol erstehen und sich herrlich volllaufen lassen. Möchte man dem nicht nachgeben und doch seinen eigenen, selbst im Supermarkt erstandenen und nicht so brutal teuren Alkohol konsumieren, gibt es dafür auch Lösungen: 1. Wenn man den Alkohol nicht offensichtlich ins Hostel schleppt, sondern ihn versteckt, kann auch die ein oder andere Flasche mit sich geführt werden. 2. Draußen trinken. Hört sich leicht an, ist aber auch irgendwie verzwickt, denn die Innenstädte sind Alkohol-freie-Zonen. Nur in den Liquorstores kann man erfahren wo man offiziell trinken darf ohne gleich straffällig zu werden. Vorteil dieser Zonen, es gibt keinen Alkoholmissbrauch und die damit verbundenen Pöpeleien in der Stadt.

Alles in Allem finde ich ja, dass Neuseeland spektakulärer dargestellt wird als es wirklich ist. Gefühlt war es Deutschland mit Strand und Fjorden. Wer also in Europa schon mehr gesehen hat, kennt das irgendwie. Gerade Österreich, Norditalien, Norwegen und Schweiz-Urlauber haben ganz  ähnliche Möglichkeiten ohne um die halbe Erde zu fliegen. Wunderbar ist, dass alles so nah aneinander ist. Die Sommertemperaturen auf der Nordinsel kommen unseren sehr nah, was wichtig für das Packen ist. Eine Jacke und eine lange Hose lohnen sich aber trotzdem sehr. Auch festes Schuhwerk sollte man nicht vergessen, da es für einige Aktivitäten wichtig ist.


Ob ich wieder komme? Naja die Südinsel fehlt mir ja noch auf meiner To-Do-Liste. Sollte ich also nochmal in der Nähe sein, wird das natürlich verbunden :).

 

So und jetzt auf nach Salt Lake City .... :)

 

Liebe Grüße

22.12.2016

 

Australien 

 

Oh mein Gott! Ich liebe dieses Land !!! :) Tolles Wetter, fantastische Strände, super Städte und die freundlichsten Menschen der Welt! Könnte ich es mir aussuchen, hier würde ich wohl bleiben wollen :). Man merkt, wir haben die Zeit hier wirklich genossen. Unsere Reise durch Australien, oder besser gesagt an deren Ostküste von Melbourne bis nach Brisbane hoch, war nur 13 Tage kurz. Gerne wären wir noch ein paar Wochen länger geblieben. Von Hostel über Airbnb bis wohnen bei Freunden haben wir alles mitgenommen und ihr bekommt hier wieder einen kleinen Einblick in unseren Aufenthalt.
Aber zu erst zur Fortbewegung. Natürlich gibt es in Australien viele Möglichkeiten um von A nach B zu gelangen. Die einen komfortabel, die anderen nicht so. Wir haben uns für den Greyhound Bus entschieden. Mit diesem Busnetzwerk ist es möglich Tag und Nacht weiter zu reisen. Dank einer App braucht es nur wenige Klicks und man kann seinen Bus buchen oder noch fix stornieren. Zur Auswahl stehen diverse Pässe. Vom Hop on Hop off in eine oder beide Richtungen über Kilometerpässe ist hier einiges zu finden. Wer nicht so recht weiß, was zu ihm passt, der geht einfach in ein Office und lässt sich von den mehr als freundlichen Mitarbeitern beraten und bucht vor Ort ohne Preisunterschied zum Internet. Auf Grund der großen Distanzen lohnen sich hier auf jeden Fall die Nachtbusse, man spart ja auch direkt eine Übernachtung.
Eine andere Methode zum Reisen ist natürlich der Campervan. Yeahhh! Wer genug Zeit hat und vielleicht auch mal ein wenig Ahnung von Autos , ist hier genau richtig. Wer es günstig, dann aber zeitlich eingeschränkt, haben möchte, kann bei den Autovermietungen anfragen ob ein Auto nicht wieder zu seinem Startpunkt zurück geführt werden muss. Das spart einiges an Geld und macht dazu noch jede Menge Spaß.
Bevor ich mich in die Städte stürze, möchte ich noch schnell erwähnen, dass in Australien die ANZ die Bank unseres Vertrauens war. Wir als Comdirect-Kunden mussten hier keine weitere Gebühr am Automaten einrechnen :).
So und jetzt zum eigentlichen Reisen: 
Gestartet haben wir, nach einem verdammt langen Flug und zwei Mal umsteigen, in Melbourne. Dort könnten wir bei einem Freund ein paar Tage übernachten und wurden somit gleich in das Leben auf australische Weise eingeweiht. "No worries", also "passt schon " , war der Spruch. Nachdem wir Asien aus unseren Sachen gewaschen hatten, ging es auf Erkundungstouren. Jeden Tag etwas Neues :). Auf dem Programm stand natürlich eine Stadttour durch Melbourne. Das geht prima allein zu Fuß oder mit einer geführten Stadttour. Die Innenstadt ist vor allem architektonisch sehenswert. Genauer sollte man sich die Bibliothek und den Federation Square mit seinen freien Ausstellungen anschauen. Denn kulturell hat Melbourne wirklich einiges zu bieten. Der Strand war für uns hier nicht so besonders, ist aber sicherlich sehr schön für eine kleine Rad- oder Skatetour. Interessanter sind da eher die verschiedenen Suburbs, die wirklich ihren eigenen Charakter haben. Mit der Myki-Card ( muss gekauft und aufgeladen werden) kommt man super mit Bus und Tram durch die ganze Stadt und das zu einem fairen Preis. Etwas außerhalb der Stadt liegt die La Trobe University, die selbst auch nett anzuschauen ist, aber erst durch ihren kostenlosen Wildpark so richtig sehenswert wird. Hier gibt es Emus, Kängurus, diverse Echsenarten und natürlich australischen Busch zu sehen. Wer das ganze ohne Zaun sehen möchte (natürlich ohne Tiersichtungsgarantie), der macht einen Ausflug raus in die Dandenongs und geht spazieren oder fährt mit einer tollen alten Eisenbahn eine der ältesten Strecken Australiens ab.
Von Melbourne aus zog es uns direkt in die nächste große Stadt nach Sydney. 
Sydney hat uns mit seiner Vielfältigkeit völlig in seinen Bann gezogen, auch wenn wir nur zwei Tage hier verbracht haben. Die Oper, The Rocks, die Harbour Bridge, der botanische Garten und sooooo vieles mehr, dass ich es gar nicht aufzählen kann. Muss ich aber auch nicht. Wer nach Sydney fährt sollte sich auf jeden Fall die kostenlose (also auf Trinkgeld basierende ) Stadttour von "I'm free" nicht entgehen lassen. 3 Stunden, alle wichtigen Infos rund um die Stadt, von witzig bis ernst ist alles und für jeden was dabei. Als Backpacker haben wir natürlich auch mal ein Hostel gewählt und sind plötzlich unter Deutschen gelandet. Das Summerhouse Backpackers bietet eine gute Lage zur Innenstadt, freundliches Personal, eine gute Küche und Frühstück inklusive bei ordentlichen Betten und sauberen sanitären Anlagen. Also absolut zu empfehlen. Mit der kostenlosen Opalcard, die man einfach in den passenden Shops erhält und aufladen kann, geht's via Bus zum Bondi Beach. Hier kann man prima in die Wellen springen oder surfen. Wem Bondi Beach zu überlaufen ist, oder wer einfach einen wunderbaren Spaziergang machen möchte, der läuft entlang der Klippen zum Bontee Beach und genießt direkt am Strand Fish And Chips oder schlendert noch einen Strand weiter am Meer entlang.
Für mehr Strandfeeling sorgten wir mit unserem nächsten Stopp, Byron Bay. 
Wow, diese kleine Surferörtchen hat es mir wirklich angetan. Es gibt wahnsinnige tolle Strände, super Wellen und viel Ruhe. Wir haben uns hier für ein Airbnb entschieden, was sich zu Zweit auch wirklich lohnt. Alternativ gibt es natürlich Hostels und einen Campingplatz auf dem man sich super einen kleinen eigenen Wagen mit Küche und Bad mieten kann. Surfkurse sind hier wohl die beliebteste Beschäftigung. Wir begnügen uns mit Wellen springen und Sonnen. Auf dem Rad erreicht man den nahegelegenen Leuchtturm schnell und ein paar wunderschöne Zwischenstopps an etwas abgelegeneren Stränden mit Hoffnung auf Delfinsichtung sind auch noch drin. Einen Ausflug sollte man sich jedoch von Byron Bay aus nicht entgehen lassen; ein Trip nach Nimbin mit dem Grashopper Bus. Mit Jimmy als Fahrer wird dieser Tag mit Stop im berühmten Kifferdorf Nimbin, einem tollen BBQ am Stausee und einem grandiosen Ausblick von hohen Klippen neben einem Wasserfall, wirklich unvergesslich. Jimmy hat lustige Geschichten über Drogen auf Lager und spielt auch die passende Musik dazu. Keine Sorge, Drogenkonsum ist kein Muss.
Nach fünf, mehr als relaxten Tagen geht es dann auch für uns weiter. Wir haben in Byron Bay ein Paar aus Deutschland kennen gelernt und gemeinsam machen wir uns auf nach Surfers Paradies. 
Der Name hört sich eher nach kleinem beschaulichen Dorf mit Surferhütten an, ist aber das komplette Gegenteil. Hochhaus an Hochhaus reiht sich hier am Strand entlang und gibt einem , mit seinen Flussarmen durch die Stadt, das Gefühl in Miami gelandet zu sein. Der Strand ist weit und die Wellen gigantisch. Sonst ist es hier etwas touristischer, was jedoch kein Nachteil ist. Etwas weiter vom Stadtkern entfernt geht es nicht um Surfen, aber trotzdem um Spaß im Wasser. Hier findet man die Möglichkeit zum Hooverboarden oder kann sich in einem Hüpfburg-Wasserpark vergnügen.
Gerne wären wir noch länger geblieben, doch unser Flug drängt uns zur Weiterreise nach Brisbane, unserer letzten Station in Australien. Leider bleibt uns dort nur ein Nachmittag und eine Nacht um die Stadt zu erleben.
Super für uns, dass unsere Bekanntschaft aus der Halongbucht sich unserer annimmt. Wir werden nicht nur vom Bus abgeholt und erhalten Unterkunft in ihrem persönlichen Heim mit Blick über die ganze Stadt, nein, abends geht's dann richtig los. Eine kleine Tour durch die Stadt, ein Cider mit Blick auf die Brisbane Bridge und die Weihnachtsparade starten das Programm. Durch die Stadt geht's weiter zum Flussufer in der Nähe der Bibliothek. Hier genießen wir ein Picknick auf der Wiese, welches einem ganz frisch im "Popolo" zubereitet und bis zur Decke gebracht wird. Den Abschluss unseres Australienaufenthalts machte ein fantastisches Weihnachtsfeuerwerk direkt auf dem Fluß. Besser konnte sich die Stadt nicht für uns zeigen.


Wie schon gesagt, Australien ist eine Reise wert und wir kommen ganz sicher sehr bald wieder um all die tollen Dinge zu sehen, für die wir leider keine Zeit mehr hatten.

 

 

 

Bye Bye und auf nach Neuseeland 

10.12.2016 

 

Vietnam 

 

14 Tage Vietnam waren schnell und zäh zugleich. Das Land hatte viele Überraschungen für uns :), ob Wetter , Tempel oder schlicht und einfach der Verkehr , Vietnam ist vielseitig und nicht immer so wie man es erwartet. 
Unsere Anreise nach Ho Chi Minh alleine war schon ein Abenteuer für sich. Nachdem wir mit ordentlicher Verspätung in Phnom Penh abgeholt wurden , bestiegen wir den Nachtbus. Immer noch völlig entspannt, denn wir hatten ja mit dem letzten Nachtbus gute Erfahrungen gemacht. Diesmal warteten auf uns aber nur halb liegende Sitze und wirklich keiner hielt sich an die reservierten Plätze. Nach kurzer Fahrt beginnt es über mir zu tropfen. Die Klimaanlage ! Nach wenigen Tropfen überkommt mich Panik, Ekel und die Erkenntnis ; ich werde hier heute nicht schlafen . Auf uns warteten allerdings 12 Stunden Busfahrt. Nachdem ich sämtliche Positionen ausprobiert habe, steige ich in den Zwischengang und versuche dort sitzend ein Auge zuzumachen. Vergebens! Letztendlich verbringen wir die Fahrt voreinander sitzend auf einem Sitz. Dafür war der Grenzübergang unerwartet einfach.
In der drückenden Hitze des Tages erreichen wir Ho Chi Minh, natürlich mit höchstem Verkehrsaufkommen. Beim Blick aus dem Bus sieht man nur ein Meer aus Rollern und dazwischen Busse, Autos und weiß Gott was alles einen Motor hat. Verrückt !
Durch unsere neuste Errungenschaft, die App Maps-Me , finden wir ohne Probleme zu unserem Hotel und checken ein. Den Tag verbringen wir mit einem Stadtbummel. Hierzu reicht auch wirklich ein Tag. Wir besichtigen den Unabhängigkeitspalast und laufen an Notre Dame vorbei durch die schwüle Hitze der Stadt. 
In einem kleinen unaufdringlichen Reisebüro planen wir unsere Zeit in Vietnam. Wir haben leider nur noch einen weiteren Tag für Ho Chi Minh , aber zwei Ausflüge die man eigentlich gemacht haben sollte.
Ausflug 1: Ein halbtägiger Ausflug in die Cucchi-Tunnel des Vietkong knapp vor Ho Chi Minh. Was geschichtlich wichtig und interessant ist. Vor allem die Möglichkeit selber durch so einen Tunnel kriechen zu können gibt einem das annähernde Gefühl, welches die Kämpfer gehabt haben mussten. 
Ausflug 2: Ein ganztägiger Ausflug ins Mekong-Delta mit Bootsfahrten durch die Mangrovenwälder. Hier sind schwimmende Märkte und die Besichtigung einer Kokos-Bonbon-Fabrik enthalten.
Wie man sieht , man braucht eigentlich zwei Tage für die Umgebung. Umso schwerer fiel uns die Entscheidung, welchen Ausflug wir nun machen sollten. Das hat uns so viel Zeit gekostet, dass uns letztendlich die Entscheidung abgenommen wurde, denn das meiste war ausgebucht.
Somit ging es für uns am Nachmittag in die Cucchi-Tunnel. Auf der Busfahrt bekommt man einige Informationen zum Vietnamkrieg, dem Vietkong und den Tunneln. Ein Zwischenstopp zum Souveniershopping darf natürlich nicht fehlen. Der Stop für diesen Ausflug ist an einer kleinen Werkstatt in der Opfer des Giftgases Agent Orange arbeiten. Dieses wurde von den Amerikanern großflächig zur Entlaubung der Bäume genutzt, um so Kämpfer des Vietkong besser zu sichten. Die Schäden , die dieses Gas an den Menschen oder auch bei Schwangeren auslöste, bekommt man hier vor Augen geführt. In der Anlage der Cucchi-Tunnel selbst wird man durch den Guide herumgeführt. Man kann ausprobieren ob man denn in die Eingänge der Tunnel passt und eben wie es ist, selbst durch diese Tunnel zu kriechen. Auch gibt es, was wir super geschmacklos fanden, eine Schießanlage auf der mit den Orginalwaffen geschossen werden kann. Hinzu kommt das ,wenn die Fallen des Vietkong erklärt werden, über die amerikanischen Soldaten gewitzelt wird . Respektloser ging es kaum. Das war wirklich Schade und ich hoffe, dass nicht alle Guides so drauf sind.
Für uns ging es bald weiter mit dem Flugzeug über Da Nang nach Hoi An. Und unsere erste Überraschung  folgte auch gleich. Zentralvietnam hat definitiv anderes Wetter als Süd- oder Nordvietnam. Wir hatten natürlich schon unsere Flüge vorgebucht und nun ganze sechs Tage Zeit den wunderbaren Dauerregen zu genießen. 
Tipp also an dieser Stelle : Immer, wirklich immer, Wetter checken bevor es weiter geht!
In Hoi An erwartete uns ein kleines Städtchen mit den ältesten erhaltenen Gebäuden Vietnams. Durch die Lage am Fluß und Meer wurde Hoi An als Hafenstadt für sämtliche Güter genutzt und man erkennt den großen chinesischen Einfluss. Am Abend erleuchten viele Lampions die Straßen und man kann ein wenig an den Flußufern flanieren, essen, Party machen oder einfach sich von irgendeinem Straßenverkäufer sämtliche Waren anbieten lassen. Wichtig ist, lokales Essen ist das günstigste und wirklich lecker ( unbedingt Hoi An Pancakes probieren). Dazu kann man hier auch super günstig (3000-4000 Dong) ein frisches Bier trinken. Was man aber auf gar keinen Fall verpassen sollte, wenn man Hoi An besucht, sind die Schneider. Die ganze Stadt ist voll davon und man kann sich hier wohl alles anfertigen lassen. Wir haben uns für maßgeschneiderte Anzüge entschieden :). 
Der Regen und die stürmische Winterzeit gaben uns keine Chance lange am Strand zu verweilen oder überhaupt ins Wasser zu kommen und so musste eine Zwischenbeschäftigung her. Nach ein wenig Informationssammlung entschieden wir uns für einen Ausflug nach My Son. Das ist eine abgelegene Tempelanlage, ähnlich Ankor nur viel kleiner. Wir mieteten uns einen Roller und mit Regenklamotten und Poncho ging es 40 km über die "Autobahn" und kleine Landstraßen in Richtung Tempel. Es lohnt sich hier vor den Touristenmassen anzukommen. Wir waren gegen 8.00 Uhr dort und konnten in aller Ruhe fast alleine die Tempelanlage besichtigen. Erst kurz bevor wir wieder den Rückweg antreten bahnen sich Menschenmassen ihren Weg durch die Ruinen. My Son ist ein netter Ausflug aber kein Must-Do. Wirklich was gegen Langeweile bei nicht so optimalen Wetter. 
Mit dem Bus (sauber und ohne tropfende Klimaanlage) geht es für uns nach Hué. Wir besichtigen die berühmte Kaiserstadt und verkriechen uns den Rest des Abends dann auf Grund von Monsunregen im Zimmer. Hué war uns nicht sympathisch und bot in unserer Gegend um das Krankenhaus kein nennenswertes Streetlife oder gar gutes Essen.
Der nächste Morgen ist etwas beruhigter vom Regen und wir beschließen den Zug nach Da Nang zu nehmen. Dieser führt über den berühmten Wolkenpass und der ist wirklich sehenswert. Die ursprüngliche Planung war eine Rollertour bis nach Da Nang zu machen und den Pass selbstständig zu erkunden. Nun, bei dem Wetter machte das halt traurigerweise keinen Sinn. 
Am Bahnhof selbst kann man super Tickets kaufen und muss dies somit definitiv nicht über das Internet völlig überteuert tun. Wir buchten zweite Klasse und hatten leider Gitter vor den Fenstern, was die Sicht etwas beschränkte aber trotzdem einen atemberaubenden Ausblick bot. Auf Holzbänken ging es für uns durchs Land. Wer mehr freie Sicht und bequemere Sitze haben möchte, sollte auf jeden Fall erste Klasse für einen kleinen Aufpreis buchen.
Da Nang ist die dritt größte Stadt Vietnams und hat auf Grund ihres schnellen Wachstums wenig an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Die Strände hier sollen allerdings wahnsinnig toll sein. Wir laufen zu unserem Hotel und sind wahnsinnig glücklich über einen Föhn, der im Zimmer liegt :). Ab jetzt haben wir wieder trockene Schuhe und Jacken :). Unsere Spaziergänge in Da Nang führen vorbei an der rosa Kirche und natürlich der Drachenbrücke. Die Brücken sind wunderschön beleuchtet sobald es dunkel wird, es lohnt sich also bis nach Sonnenuntergang zu warten. Trotz anhaltendem Regen leihen wir uns wieder einen Roller und fahren raus zu den Marble Mountains. Früher als Mamorabbaustätten genutzt, im Krieg als Unterschlupf gebraucht und nun als Touristenattraktion herausgeputzt, sind die Mamor Berge auf jeden Fall einen Besuch wert. Weiße Mamor-Buddahs , Höllen und schöne Aussichten sind hier für einen fairen Eintrittspreis zu finden.
Von Da Nang nehmen wir den Flieger weiter nach Hanoi. Als wir am Flughafen an die frische Luft treten breitet sich ein Lächeln in unseren Gesichtern aus , Sonne :). Die günstigste Methode um in die Stadt zu kommen ist der öffentliche Bus. Touristen sind hier gern gesehen und billiger geht's nicht (9000 Dong). Rechts nach dem Ausgang vom nationalen Terminal fahren zwei Linien, 17 und 7, ab. Mit Maps-Me kann man prima vorher in Erfahrung bringen welche Linie am nächsten an die gebuchte Unterkunft fährt. Aus der Stadt raus fahren die Busse ungefähr alle 10-15 Minuten. Eine Fahrt dauert zwischen 60-80 Minuten und führt einmal durch die gesamte Pampa.
Hanoi hat einen Altstadtkern im dem sich das gesamte Leben, vor allem das der Touristen, abspielt. Hier gibt es Märkte und viele Straßen sind einer Zunft gewidmet. So gibt es also die Rollerstraße, die Weihnachtsschmuckstraße oder die Pulloverstraße. Der Verkehr ist wohl das einzige Problem. Gehwege sind so zugebaut, dass man sie nicht benutzen kann und auf der Straße läuft man dann im Gänsemarsch. An das ständige Hupen und die vielen Roller kann man sich gewöhnen, ist uns leider nicht geglückt. Mitten in der Stadt gibt es einen See, als kleines Naherholungsgebiet, an dem man super chillen und entspannen kann. Must-Do in Hanoi ist natürlich das Ho-Chi-Minh-Mausoleum, in dem man den Nationalhelden betrachten kann. Wichtig ist hier , dass der Typ im Oktober und November nicht zu sehen ist und dass man anständig gekleidet ist (Knie und Schultern bedeckt). Auch sehenswert ist das "Hanoi-Hilton". Das Gefängnis wurde von den Franzosen errichtet und für vietnamesische Kommunisten genutzt. Die Vietnamesen nutzen es später für amerikanische Piloten, wodurch auch der Name entstand.
Das Streetfood in Hanoi ist wirklich zu empfehlen, vor allem die typischen Baguettes, die es meist am späten Abend entlang der Straßen zu kaufen gibt. 
Ein Tipp von unserer Seite für Comdirect-Kunden. Die Techcom Bank berechnete an keinem der Automaten eine zusätzliche Gebühr beim Geld abheben mit der Visacard.
Ein Ausflug darf natürlich nicht fehlen, wenn man Vietnam besucht: Die Halong-Bucht!
Wir hatten unsere Tour schon in Ho-Chi-Minh gebucht und waren mit Imperial Cruise ** unterwegs. In Hanoi selbst kann man diese Touren aber wirklich überall und in allen Preiskategorien buchen. Wir haben 84€ pro Person für einen 2-Tagestrip mit einer Übernachtung auf der Dschunke bezahlt. Inklusive ist dann die Busfahrt hin und zurück, 2x Lunch,1x Dinner, 1x Frühstück und eine kleine Cookingexperience (frische Frühlingsrollen) , dazu kommt ein wenig paddeln mit dem Kajak, die Besichtigung einer Perlenfarm, Karaoke an Board, eine Führung durch die Überraschungshöhle (wow!) und natürlich das Kennenlernen jeder Menge netter Menschen. Die Halongbucht ist wirklich wunderschön mit den kleinen stark bewachsenen Felseninseln, den versteckten Höhlen und den einsamen Buchten (sofern nicht 40 andere Boote auch da sind :P ). Das Einzige was wirklich Schade war, ist die Wasserqualität. Leider schwimmt hier eine Menge Müll von den Booten herum und es ist traurig zu sehen wie mit der Natur umgegangen wird. 
Wir haben auf diesem Ausflug die Bekanntschaft mit einem großartigen kanadischen Päarchen gemacht und eine wunderbare Australierin kennen gelernt, die uns auf unserem Weg wohl nochmal begegnen wird.
Alles in allem ist Vietnam wirklich sehenswert. Wenn man sich erstmal auf den Verkehr und die ständige Fragerei der Einheimischen nach kaufen, fahren und was auch immer , eingelassen hat, kann man hier eine verdammt gute Zeit haben.
Uns hat es super gefallen und doch freuen wir uns nach einem Monat Asien in die westliche Welt zurück zu kehren ... Burger, Pommes, Pizza und Co warten in Australien schließlich schon auf uns :).


Bis irgendwann mal wieder Vietnam 

Auf nach Down Under !!!! 

 

25.11.2016 

 

Kambodscha 

 

Hey , leider bin ich etwas verspätet, möchte euch aber nun endlich eine kleine Zusammenfassung über unseren Kambodschaaufenthalt geben.
Ich habe im letzten Eintrag versprochen über unsere Einreise zu schreiben und mittlerweile ist genug Zeit verstrichen darüber zu schreiben ohne gleich wütend zu werden :).
Wie gebucht wurden wir am Morgen in Koh Chang abgeholt und von einem Minibus ca. 4 Stunden bis zur Grenze nach Kambodscha gefahren. Es gab einen Stop zum Pipi-machen , die Fahrt bis hier hin verlief also reibungslos. Kurz vor der Grenze wurden wir dann an einem Restaurant raus geschmissen. Hier sollten wir jetzt unser Visum erhalten?! Natürlich hatten wir keine Passbilder von uns mit ( Tipp an dieser Stelle : Immer , immer Passbilder dabei haben), also zählten wir zum so schon höheren Preis für das Visum auch noch einen Aufschlag um die Bilder aus unseren Pässen kopieren zu lassen. Anschließend ging es weiter zur Grenze.  Erst die Thaiseite, dann über eine Brücke laufen und die kambodschanische Grenze überqueren. Klingt ganz einfach, wenn man davor nicht noch ermutigt wird Thai-Baht abzuheben und diese dann natürlich ohne Gebühr in kambodschanische Riehl zu tauschen. Betrugs- und Lehrgebühr die wir hier einbüßten : irgendwas zwischen 30 und 45€. Daraus lernt man und ich möchte das gerne weiter geben. Wenn ihr diese Grenze wirklich mit dem Bus überqueren möchtet, macht ein Internetvisum (richtiger Preis) und lasst euch zur Grenze bringen. Anschließend nehmt ein Taxi zum Wunschort. Wer es ganz unkompliziert mag macht auch ein Internetvisum und fliegt einfach ins Land. Wir durften uns auf weitere 4Stunden Busfahrt, inklusive Abzockepause zum Geldtauschen und einer weiteren Pause zum Essen freuen. Gegen 21 Uhr wurden wir dann im Dunklen und im Regen in Siem Reap raus geschmissen und eine Horde Tuc Tuc Fahrer fiel wie blutdurstige Vampire über uns her. Mit viel Verhandlungsgeschickt und leeren Versprechen haben wir eine Freifahrt zum Hotel bekommen. Alles in Allem sind wir angekommen, haben das Hotel aber an dem Abend nicht mehr verlassen sondern einfach ein Belohnungsbier getrunken. Der nächste Tag brachte dann Sonnenschein und einen Hotelwechsel. Wir haben uns den Tag genommen um alles zu organisieren. Im Touristenbüro bekommt man super nette Antworten und Hilfe rund um die Ausflüge nach Ankor. 
Wir entscheiden uns nach etwas Überlegen für eine kleine geführte Tagestour in Ankor. Es gibt aber auch große Touren oder man macht das Ganze mit einem Tuc Tuc Fahrer. Wir zahlen 13$ für die Tour und 20$ Eintritt pro Person für diesen Tag. Die großen Touren liegen so um die 45$ und ein Tuc Tuc bekommt man schon ab 15$ pro Tag (bis zu 4 Personen). Die Eintrittspreise für Ankor Staffeln sich wie folgt : 1 Tag 20$, 3 Tage 40$, 5 Tage 60$. Wer also nicht sicher ist ob er einen oder zwei Tage in der Tempelanlage verbringen will kann getrost erstmal ein Tagesticket kaufen. Und ja Dollar ! Feine amerikanische Dollar mögen die Kambodschaner sehr (auch um einen damit abzuziehen und zu betrügen, also handeln ist angesagt). Wechselgeld gibt es immer in Riehl! Einfach Dollar von zu Hause mitbringen und unserem Fehler entgehen. 
Wir haben nach einem Tag genug getempelt. Unser Guide Kim war super lustig und die Tour informativ. Ankor Wat ist der besterhaltenste Tempel, Bayon für uns der faszinierendste und Ta Prohm als Tomb Raider Tempel das was wir uns eigentlich von der Anlage erwartet hatten. Dieser Tempel ist mit Bäumen verwachsen und wirkt verwunschen. Tolle Atmosphäre trotz jeder Menge anderer Touris. 
Am Abend ist Partytime in Siem Reap. Die Bierpreise sind der Hammer und mit einem Pitcher fährt man meist noch besser. Mit einem neu gewonnen Freund aus der Schweiz / Mexiko und einer deutschen NGO , die super ortskundig ist, lassen wir es krachen. Die Pub-Street ist genau dafür gemacht. Viele Lichter , Bars und Clubs reihen sich aneinander und werden etwas abseits von den Nachtmärkten flankiert. Die Stimmung abends in der Stadt ist wirklich großartig. Hier unsere Vorschläge für einen gelungenen Abend in Siem Reap:
Schlendern über die verschiedenen Nachtmärkte 
Getränk im " Ankor What? " --> nette Bar in der Pubstreet , hier trifft man eine Menge Backpacker
Mehr Getränke im "The Temple" direkt gegenüber :) --> hier kann man toll auf einem der Balkone chillen, kostenlos Billard spielen, auf dem Dach einer Band lauschen oder im Erdgeschoss essen, später clubben 
Schlange, Spinne oder Frosch an einem der Straßenstände probieren (Schlange ist echt lecker)
Die "Bar X" am Ende der Pubstreet für einen Tower auf dem Dach.Hier steht eine Halfpipe auf der man prima sitzen kann und einen tollen Ausblick auf das Getümmel in den Straßen hat. Kicker, Billard und Clubben inklusive :).

Wir haben es also richtig krachen lassen und so viel Spaß gehabt einfach nachts auf der Straße zu tanzen. Die Stimmung kombiniert mit dem tollen Klima ist eine solche Nacht auf jeden Fall wert.
Sonst hat Siem Reap leider nicht so viel zu bieten. Wer also nach einer langen Nacht Entspannung sucht, sollte auf jeden Fall eine Unterkunft mit Pool buchen. Diese gibt es hier wirklich in allen Preiskategorien und bei den heißen Tagen hier ist das genau das Richtige um den Kater zu besänftigen.

Nach 3 Tagen geht's für uns weiter nach Phnom Penh.Wir wählen einen Nachtbus und obwohl wir ungeduldig und skeptisch auf unsere Abholung warten, verläuft alles super und wir kommen sogar 1,5 Std zu früh in Phnom Penh an. Wichtig ist, dass man darauf hört was der Fahrer zwischendurch ruft um nicht aus Versehen bis nach Ho Chi Minh weiter zu fahren :).
Um 4.00 Uhr nachts werden wir also, mal wieder bei strömenden Regen, aus dem Bus geschmissen. Wir versuchen zuerst durch das Zahlenwirrwar Phnom Penhs zu steigen, geben aber schließlich völlig durchnässt auf und nehmen ein Tuc Tuc. Der Besitzer des Hostels lässt uns im Außenbereich noch etwas schlafen und am Morgen können wir meinen besten Freund freudig in die Arme schließen. Wenn man es schon nicht schafft sich zu Hause zu sehen, dann doch mal in Kambodscha. 
Unwahrscheinlich sehenswert ist das S21, ein Foltergefängnis der Roten Khmer. Hier wird einem bewusst, dass in diesem Land bis vor Kurzem noch Krieg geherrscht hat und man bekommt einen Eindruck von der Grausamkeit, die hier passiert ist. Mit 6$ inkl. Audioguide lohnt es sich hier mindestens 3 Stunden zu verbringen und sich wirklich die Zeit zu nehmen, die ganzen Informationen zu verarbeiten.
Der russische Markt ist wenig attraktiv, dafür der Central Market oder ein leicht links vom Central Market gelegener komplett einheimischer Markt um so mehr. 
Am Abend isst man auf Miniatur-Plastikstühlen an der Straßen super günstig und einheimisch zu Abend. Auch hier ist handeln erlaubt.
Der Königspalast stand nicht auf unsere Liste, dafür sind wir alles andere einmal abgelaufen und haben immer wieder kleine Snackpausen eingelegt. Leider muss ich sagen, das Thai-Essen ist 1000mal besser :). Trotzdem ist es lustig jeden Tag neue Leckereien zu entdecken.
Die 3 Tage gehen um wie im Flug und schon sitzen wir wieder wie auf Kohlen und warten auf unseren Nachtbus nach Ho Chi Minh. Das Abenteuer, gehört aber schon zu Vietnam :). Seid also gespannt.

 

 

Bis bald und Bye Bye Kambodscha

 

 

Freitag, 18.11.2016 

 
Thailand 
 
Unsere 10 Tage Thailand gehen heute zu Ende. Wir befinden uns im Moment auf dem Weg nach Kambodscha, aber das ist eine andere Geschichte :). In den letzten Tagen haben wir super viel erlebt, wieder tolle Menschen kennengelernt und die Erfahrung gemacht, dass Reisen Zeit benötigt.
Nach unserem Flug kommen wir relativ erholt in Bangkok an. Ich habe bereits ein Hostel für uns gebucht, damit wir uns wenigstens das große Suchen ersparen. Vom Flughafen aus hat man mehrere Möglichkeiten in die Stadt zu kommen. Auf Grund unserer 15 Std. -Reise entscheiden wir uns ganz klassisch für ein Taxi und nicht für das komplizierte Umsteigen mit dem Bus. Gott sei Dank sprechen wir einen netten Typen an, der zufällig Münchner ist (überall diese Münchner ) und der schon einige Erfahrung hat beim Reisen durch Südostasien. Wir bekommen auf der ca. 40 -minütigen Fahrt einige Tipps und genießen die erste Aussicht auf Bangkok. Direkt an der Koah-san-Road (dem Backpackerparadies) steigen wir aus. Jetzt nur noch diese Unterkunft finden. Die Hilfsbereitschaft der Thailänder hier ist ungewohnt und wir stehen dem anfangs sehr skeptisch gegenüber, aber hey, es ist super wenn dir einfach geholfen wird :). Nach einer Weile kommen wir an unserem Guesthouse an. Die Einrichtung ist einfach, man kann von der Toilette aus duschen, aber immerhin haben wir unser eigenes Bad. Die zwei Tage in Bangkok sind einfach zu füllen und wenn wir vielleicht mal in einen Reiseführer geschaut hätten, hätten wir noch viel mehr sehen können, aber so hat es auch gereicht. Wir sind zu Fuß auf Erkundungstour gewesen. Dem Königspalast haben wir nur von Außen angeschaut, denn der Eintritt ist unverschämt teuer und wir hätten über 30 Minuten anstehen müssen für Überziehkleidung ( Schultern und Knie müssen bedeckt sein). Dafür haben wir uns vom größten , goldenen liegenden Buddha verzaubern lassen und kostenloses Streetfood genossen. Diese Stadt hat so viel Leben und Charakter, dass es auch einfach nur schön ist hier durch die Straßen zu gehen und das rege Leben der Thais und Backpacker zu beobachten. Abends erwachen die Straßen nochmal mehr. Garküchen über Streetfoodstände, kleine Märkte, Clubs , Bars und viel Trubel lassen keine Langeweile oder Hunger aufkommen. Natürlich darf eine Fußmassage in einem der zahlreichen und super günstigen Massagesalons nicht fehlen! 
Doch einen Nachteil hat die Stadt, ihren Verkehr. Die Luft ist dick von den ganzen Abgasen und nach zwei Tagen wir wollen raus und mehr sehen. Also entscheiden wir uns den Minibus nach Pattaya zu nehmen.
Pattaya selbst liegt direkt am Meer und wir hoffen auf Bademöglichkeiten. Fehlanzeige! Dort möchte man wirklich nicht Baden gehen. Aber was dann ? Pattaya ist berühmt für seinen Sextourismus, der hier noch stärker als in Bangkok ausgelebt wird. Auf der Walkingstreet bekommt man also bestes Entertainment. Bars und Clubs, wechseln sich mit Stripclubs oder Pingpongbars ab und überall kann man die Mädchen gegen ein Entgeld an den Club mitnehmen. Es ist spannend einfach hier zu sitzen, ein Bier auf die Hand und zu beobachten welcher Herr mit gleich zwei Damen oder doch einem Ladyboy hier stolz Hand in Hand die Straße entlang spaziert.
Am nächsten Morgen sind wir allerdings satt von Pattaya. Das Wasser ist super dreckig und in der gesamten Stadt stinkt es an allen Ecken. Es soll weiter gehen nach Koh Chang.
Als Tipp kann ich nur geben, bucht eure Trips innerhalb des Landes rechtzeitig. Vor allem wenn ihr einen ungefähren Zeitplan habt. Wir haben das in Pattaya nicht gemacht und standen somit am Morgen im Reisebüro und der einzige Bus nach Koh Chang war ausgebucht.
Aber wir waren nicht alleine und so konnten wir uns mit einen Ehepaar aus Griechenland , mit denen wir auf der Insel noch viel erleben durften, eine Privatfahrt leisten. Auch hier gilt das gleiche wie in Kapstadt --> sucht euch jemanden zum weiter reisen! Die Fahrten sind komfortabler und der Bus stoppt nicht an jeder Tourifalle. Meist ist man dadurch auch wesentlich schneller am Ziel. 
Mit der Fähre auf die Insel und weiter im Sammeltaxi zum vorgebuchten Resort am White Sand Beach. Für uns mit Abstand einer der saubersten Strände mit dem besten Wasser. Leider auch der einzige Strand der im November oft ein Quallenproblem hat. Die Resorts auf der Insel bieten alle Möglichkeiten und Preispannen an. Von super Luxus bis hin zur kleinen Bungalowsiedlung im Dschungel (wir ) ist für jeden Geschmack was dabei. Natürlich steht auch eine Nacht am Lonley Beach auf dem Programm. Nur Lonley ist man hier wirklich nicht. Die Partys dauern bis in den Morgen gegen 4.00 Uhr und die Musik wird stündlich lauter. Hier ist es also ratsam einfach mit zu feiern und wenn die Musik beendet ist ins Bett zu gehen :). 
Die letzten Tage verbringen wir am Klong Koi . Dieser Strand befindet sich in der Nähe zu dem süßen, an einem Steg gelegenen Fischerdorf Bang Bao und ist wirklich am Ende der Insel. Hier findet man Ruhe und Entspannung. Je nach Strömung kann das Wasser auch mal nicht so klar sein. Dann kommt der Schmutz vom Dorf angespült ; das ist aber wirklich selten. Wir haben etwas weiter abgeschieden im Tree House Cottage übernachtet. Hier stehen kleine Holzhütten an Stegen mitten im Dschungel. Abends sitzt man wirklich nett und der Besitzer ist die Freundlichkeit in Person. 
Für Action wird auf der Insel natürlich auch gesorgt. Von Bang Bao aus starten Schnorchel- und Tauchtouren. Sogar ich war Schnorcheln! Und ja es ist wirklich sehenswert was da so unter Wasser passiert. Man kann von hier aus auch Touren zu den umliegenden Inseln buchen oder direkt auf einer bleiben. Dafür hat bei uns die Zeit leider nicht gereicht. 
Ein absolutes Muss, nicht nur zum Erkunden der Insel, sondern auch für das Lebensgefühl , ist das Ausleihen eines Rollers. Die Teile sind wirklich schnell und man muss nicht mal einen Führerschein vorweisen. Getankt wird an kleinen Ständen mit selbst abgefülltem Benzin aus Mehrwegflaschen. Koh Chang lässt sich nicht umrunden, da ein Nationalpark die Verbindung der Straße unmöglich macht, aber gerade das macht umso mehr Spaß. Zwischendurch eine kalte Kokosnuss und auf zum nächsten Stopp. Für die Insel gibt es vor Ort eine Treasure-Map ,auf der wirklich alles Sehenswerte und die Straßen mit jeweils kleinen Kommentaren aufgeführt ist.Wir steuern Tempel und Wasserfälle an. In den Becken der Wasserfälle lässt es sich fantastisch abkühlen (das Meerwasser lädt mit Badewannentemperatur eher zum länger verweilen ein :P ). Einige Wasserfälle kosten Eintritt in den Nationalpark (200 Baht =ca. 5€). Sie sind aber besonders gepflegt und mit etwas Glück kann man nicht nur schöne Fische bewundern sondern entdeckt auch die ein oder andere Schildkröte in dem gut gepflegtem Gelände. 
Koh Chang bedeutet so viel wie Insel der Elefanten. Natürlich ist es somit möglich an verschiedenen Standorten auf der Insel Elefantentrekking zu machen. Wir entscheiden und bewusst dagegen. Tierquälerei muss nicht sein.
Zu guter Letzt transportieren wir sogar unser gesamtes Gepäck ganz Thai-like mit dem Roller über die Insel zur nächsten Unterkunft.
 
Man kann so viel erleben auf dieser Insel oder einfach zu sich finden. Bei den günstigen Preisen in ganz Thailand ist es einfach einmal die Seele baumeln zu lassen und sich schlicht mal was zu gönnen.
 
Unseren Transport nach Kambodscha buchen wir in einem kleinen Resiebüro vor Ort. Von der Story berichte ich aber erst im nächsten Blogeintrag :).
 
 
Thailand - Wie sehen uns wieder! 
 

Dienstag 8. November

 

Bye Bye Kapstadt!

 

Eine ganze Woche Kapstadt liegt nun hinter uns. 

Zu erst einmal : Es war eine super Idee die ersten 7 Tage an einem Ort zu sein. Jetzt hat sich so langsam das Urlaubsfeeling eingestellt. Und trotzdem können wir es beim Einsteigen in den Flieger nach Dubai immer noch nicht glauben, dass wir die kommenden Wochen einfach nur reisen werden.

Doch jetzt mal zur Stadt und was wir so erlebt haben.

Kapstadt selbst ist weder schön noch hässlich , auch wenn es eine der schönsten Staedte weltweit sein soll. Und doch sollte man sie gesehen haben.

Nach unserer Ankunft am Flughafen ging es via Uber (beliebtes Fortbewegungsmittel und günstiger wie Taxi) zu unserer Airbnb-Unterkunft. Diese war wirklich super und durch unsere Vermieter haben wir wirklich gute Tipps rund um Kapstadt erhalten. Im Gegensatz zu Hostels sind Airbnb-Unterkünfte vielleicht nicht ganz so kommunikativ, aber man bekommt einen Eindruck vom Leben in der Stadt und kann deutlich günstiger unterkommen. Ein anschließender Spaziergang durch die Stadt gab uns den nötigen Überblick über Bars, Ausflugsmöglichkeiten und zukünftige Lieblingsplätze.

Die Größe Kapstadts ist wirklich nicht zu unterschätzen.Am besten bekommt man einen kompletten Überblick mit dem Red-City-Bus. Das sind klassische Bustouren durch ganz Kapstadt und durch das Umland, wie Wineyards und diverse Buchten. Mit dem klassischen Redbus-Ticket, kann man sich in alle Touren setzen und bekommt via Kopfhörer auch gleich sämtliche wichtigen Infos rund um Geschichte, Musik und Kulinarisches. Klar haben wir das auch gemacht und dabei mitbekommen , dass sich das Wetter in Kapstadt gefühlt alle 10 Minuten ändert. Kalt, warm, windig, Niesel ..... Ab diesem Zeitpunkt war dann immer alles im Daypack dabei (Jacke, Pullover, Bikini, Tuch ...). 

Nachdem unser erster Tag uns eine tolle Übersicht gegeben hat, beschließen wir am Nächsten doch gleich das große Wahrzeichen und eines der 7 Weltwunder der Natur, den Table Mountain zu besteigen. Wichtig hierbei ist immer sich mit Wasser , Sonnencreme und viel Energie auszustatten, denn der Aufsteig ist echt nicht ohne (gerade wenn man so wenig sportlich ist wie ich). Auch sollte man immer jemanden Bescheid geben wo man ist und so gut es geht das Wetter checken. Der Aufsteig lohnt sich und wird mit einem gigantischen Ausblick über Kapstadt belohnt. Natürlich fährt auch eine Gondel nach oben. Wir nutzen Sie zum nach unten fahren :). Die Besonderheit hier ist, dass die Gondel sich während der Fahr um 360 Grad dreht und man wirklich einen tollen Rundumblick bekommt. Aber Achtung! In der Stadt der Winde kann es auch schnell passieren , dass die Gondel nicht mehr fährt und man zu Fuß absteigen muss. Egal wie man also nach oben kommt , gutes Schuhwerk macht immer Sinn.

Auf dem Rückweg ging es für uns zu Fuß wieder in die Stadt. Durch den wunderschönen Bezirk Gardens durch die Company Gardens, die einen Besuch wert sind, zurück zur Unterkunft.

Ach ja , wie kommt man denn nun am besten zum Table-Mountain? Wenn man nicht mit dem Redbus unterwegs ist, lohnt sich der MiCityBus. Er ist super günstig , bedarf aber einer extra Chipkarte mit aufgeladenem Guthaben. 

Der kommende Tag steht , nach diesem sportlichen Aufsteig, ganz im Zeichen der Entspannung. Kirstenbosch, einer der größten und schönsten Botanischen Gärten weltweit ist das Ziel. Hier kann man spazieren gehen , Pflanzen aus aller Welt bestaunen und einfach auf den tollen gepflegten Wiesen liegen. Da man hier eh ein Tagesticket kauft, braucht man dabei auch nicht auf die Uhr zu schauen. Worüber man sich aber am Anfang schon Gedanken machen sollte , ist der Hin- und Rückweg. Hin ging es für uns mit Uber und auf Grund des Mangels an Wifi in Kirstenbosch mussten wir für den Rückweg ein Taxi nehmen. Das ist jetzt nicht wahnsinnig schlimm, aber Low-Budget ist es nicht. Außer dem Redbus gibt es hier kein öffentliches Verkehrsmittel um in diesen wunderbaren Garten zu gelangen. 

Eine andere Möglichkeit ist es , einfach ein Auto zu mieten. Das sollte aber nicht all zu spontan geschehen, denn gerade in der Hauptreisezeit können die Mietstationen völlig überfüllt sein.

Für unseren nächsten Ausflug ist ein Auto aber wirklich die beste Lösung.

Ein Besuch Kapstadts ist doch nichts ohne einen Trip zum Kap der guten Hoffnung. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten um hier hin zu kommen. Zug oder Bus bringen einen direkt und relativ günstig ans Ziel. Geführte Bustouren sind zwar teuer, aber oft sind Eintrittspreise und Maut inkludiert. Ein eigenes Auto allerdings bietet günstig (ab 2 Personen schon lohnenswert) absolute Flexibilität. Wir hatten das große Glück ein Paar aus München kennen zu lernen und. So machten wir den Trip im Auto zu viert. Auf dem Rückweg vom Kap hielten wir noch am Pinguinstrand Boulders Beach und bestaunten die kleinen schwarz-weißen Freunde. Danach könnten wir den Abend in einen tollen Restaurant in Simons Town bei tollem Fisch ausklingen lassen und kamen erst am späten Abend wieder nach Kapstadt zurück.

Auf Grund unserer Budgetplanung und einem bisher super günstigen Reiseverlauf gönnen wir uns an unserem letzten Tag etwas Luxuriöses. Wir gehen auf Safaritour. Völlig beeindruckt, dass man hier am Sonntagabend eine Email an den Veranstalter schreibt und Montagmorgen gegen 6.00 Uhr bereits abgeholt wird, genießen wir die 2 stündige Fahrt zur Aquila Lodge. In diesem Reservat können, mit etwas Glück, die Big Five entdeckt werden. Frühstück, Champagner und Lunch, sowie ein kühlendes Bad im Pool sind im Preis inbegriffen. Es war wirklich toll all diese Tier zu sehen, ob man das wirklich gemacht haben muss ist fraglich.Mit über 400 Euro für zwei Personen ist dieser Ausflug eher überteuert. 

Für abendliche Ausflüge nutzen die meisten die Partymeile Longstreet. Auf jeden Fall sollte man hier mal etwas getrunken haben und sie einmal auf und ab gehen, denn es gibt viel zu sehen. Wir haben uns abends lieber an der Waterfront aufgehalten und dort einen im Supermarkt erstandenen Pinotage zu uns genommen. 

Tipp: Wein gibt's im Supermarkt an der Waterfront nur bis 20.00. Uhr und Bier gibt es nur in bestimmten Liquor Stores. Mit einer offen getragen Flasche Alkohol sollte man sich übrigens nicht in der Stadt sehen lassen.

Auch wenn wir in der Woche wenig originales afrikanisches Essen zu uns genommen haben, haben wir doch sehr oft die indischen Einflüsse der Küche genießen dürfen. Für gerade einmal 4€ werden zwei Leute mit großem Hunger in den indischen Foodbasars wirklich satt.

 

Heute am Tag des Abflugs können wir auf eine großartige Woche voller abwechslungsreicher Momente zurück blicken und freuen uns sehr auf alles was da noch kommt.

 

Bye Bye Kapstadt und auf nach Bangkok !!!

 

PS: Bilder folgen bald :)

 

 

Dienstag 1.11.2017


Es geht los !

 

Heute ist der große Tag endlich gekommen. Wahnsinn , ich kann es kaum glauben! Wir haben doch gefühlt gestern erst mit der Planung begonnen?!

Ein Jahr Vorarbeit und viele Ideen stecken in den nächsten 90 Tagen. 

Und heute soll es losgehen.

Wir fliegen ganz mutig von Frankfurt über Paris nach Johannesburg und anschließend nach Kapstadt. Somit sind wir knapp 22h unterwegs.

Für Kapstadt haben wir etwas mehr Zeit eingeplant um die Stadt wirklich zu genießen und erstmal in den Urlaubsmodus zu gelangen :P.

 

Also Tschüss Deutschland ! Südafrika wir kommen !!! 

 

 

PS: Mehr über unsere Planung, Packen und was sonst noch so alles vorher bedacht werden muss wird bald hinzugefügt :). 

 

 

 

Kommentare

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  • Corina (Samstag, 07. Januar 2017 20:09)

    Hey Feifel
    Hört sich alles super an😍😍😍
    Happy New Year und bis ganz bald....
    Knuuuuuuuuuuuuuutsch geniesst es😘😘😘😘

  • Helga Graf (Mittwoch, 14. Dezember 2016 19:19)

    Wunderbar meine Annemarie
    Tantchen

  • Steffen Orbán (Donnerstag, 10. November 2016 13:35)

    Wow Anne... es lässt sich ganz toll lesen. Bin schon gespannt auf die nächsten Einträge... man hat das Gefühl mit dabei zu sein. Passt auf Euch auf... bis die nächsten Tage. Liebe Grüße, Steffen

  • Die große Cousine (Dienstag, 01. November 2016 22:20)

    Viel Spaß, Inspiration und jede Menge "Ahs" und "Wows" bei eurem Tanz ums Bällchen!

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